Werkzeugkoffer Demokratie:
Kinder begleiten in digitalen Lebenswelten –
Praxisworkshop für Kita und Hort

Kinder wachsen heute in einer Welt auf, in der digitale Medien, gesellschaftliche Vielfalt und demokratisches Miteinander eng miteinander verbunden sind. Bereits im Kita- und Hortalter begegnen sie unterschiedlichen Rollenbildern, Konflikten, Ausgrenzung, problematischen Online-Inhalten und ersten Formen von Desinformation. Neben dem Elternhaus spielen pädagogische Fachkräfte eine zentrale Rolle dabei, Kinder zu stärken, demokratische Werte zu vermitteln und sie sicher durch ihre digitalen Lebenswelten zu begleiten.
Zielgruppe: Pädagogische Fachkräfte für Vorschulkinder und Hortkinder aus dem Landkreis Görlitz (ohne die Städte Görlitz, Zittau und Weißwasser).
Durchführungsdaten
Südlicher Landkreis:
17. & 18.09.2026 (von 9 bis 15 Uhr, jeweils 6 Stunden)
Landratsamt Görlitz
Außenstelle Zittau
Hochwaldstraße 29
Raum 1.301
Dritter Termin als Reflexionstermin digital/online mit ein paar Wochen Abstand: 29.10.2026
Nördlicher Landkreis:
08. & 09.10.2026 (von 9 bis 15 Uhr, jeweils 6 Stunden)
Landratsamt Görlitz
Außenstelle Niesky
Robert-Koch-Straße 01
Raum 335
Dritter Termin als Reflexionstermin digital/online mit ein paar Wochen Abstand: 20.11.2026
Inhalt & Umsetzung
Diese zweitägige Fortbildung vermittelt praxisnahes Wissen und konkrete Handlungsmöglichkeiten inklusive Materialien und Methoden, um Kinder sicher, demokratisch und altersgerecht in ihren digitalen Lebenswelten zu begleiten. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie pädagogische Fachkräfte Kinder stärken, Eltern als wichtige Bildungspartner einbeziehen und Einrichtungen als geschützte Lern- und Lebensorte gestalten können.
Thematische Schwerpunkte sind die digitale Lebenswelt von Kita- und Hortkindern, demokratischen Konfliktbearbeitung im pädagogischen Alltag – etwa bei der Prävention von Cybermobbing, dem Umgang mit Ausgrenzung, Vorurteilen und diskriminierender Sprache sowie der Förderung eines respektvollen Miteinanders. Darüber hinaus werden aktuelle Herausforderungen wie Desinformation, problematische Online-Inhalte und KI-generierte Bilder sowie Kinder- und Datenschutz thematisiert. Zudem geht es um die pädagogische Verantwortung, Schutzkonzepte, klare Regeln und Handlungssicherheit im Umgang mit problematischen oder strafbaren digitalen Inhalten.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Zusammenarbeit mit Eltern. Die Teilnehmenden erhalten Anregungen und entwickeln Strategien, wie Eltern informiert, gestärkt und befähigt werden können, ihre Kinder kompetent und verantwortungsvoll in digitalen Lebenswelten zu begleiten. Ergänzend werden Möglichkeiten vorgestellt, wie technische Schutzmaßnahmen, klare Regeln, pädagogische Haltung und ein gemeinsam entwickeltes Schutzkonzept zu einer sicheren Mediennutzung beitragen können.
Die Umsetzung der Fortbildung erfolgt praxisnah und partizipativ. Neben fachlichen Inputs werden Gruppenarbeiten, Fallbeispiele, Reflexionsübungen und kollegialer Austausch eingesetzt. Die Teilnehmenden arbeiten mit konkreten Beispielen aus ihrer Praxis und entwickeln eigene Transferideen für ihre Einrichtungen. Dadurch sollen die Inhalte nicht nur während der Fortbildung vermittelt, sondern nachhaltig in Teams, pädagogische Konzepte und Alltagssituationen übertragen werden. Am Ende erhalten die Teilnehmenden einen Werkzeugkoffer mit vorbereiteten als auch während der Fortbildung entstandenen Materialien und Methoden.
Ein dritter Fortbildungsteil findet als Online-Reflexionstermin statt. Dabei sollen aufgekommene Fragen, Rückmeldungen der Kollegen und erste Erfahrungen bei der Anwendung zusammengetragen und der Transfer in die eigene Einrichtung unterstützt werden.
Anmeldung



