11. Februar 2016 | Große Wissenslücken beim kritischen Umgang mit Online-Angeboten

Kinder und Jugendliche nutzen täglich eine Vielzahl von Angeboten im Internet. Sie kommunizieren über Whatsapp, schauen Videos auf YouTube, posten Bilder auf instagram oder informieren sich auf Wikipedia. Eine kritische Reflexion des Umgangs mit den Diensten und Apps findet jedoch nur selten statt. Aufklärungs- und Präventionsarbeit bleibt deshalb weiterhin eine wichtige Aufgabe.

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Autor: Michael Magura

25. Januar 2016 | Dresden wird mediensicher! – Ihre Unterstützung ist gefragt

Mit unseren Schüler-Workshops, Elterninformationsabenden und Lehrerfortbildungen erreichen wir Monat für Monat eine Vielzahl von Menschen. Viele positive Rückmeldungen zeigen, dass wir mit unseren Veranstaltungen eine Sensibilisierung und nachhaltige Verhaltensänderung bei den Kindern und Jugendlichen bewirken. Da unsere Trainer*innen jedoch nicht überall sein können, haben wir ein neues Konzept entwickelt: In regelmäßigen Ferienkursen möchten wir Schüler*innen an Dresdner Schulen zu Medien-Guides ausbilden. Um die dafür benötigten Mittel zusammenzutragen, haben wir auf der Plattform Startnext eine Crowdfunding-Kampagne aufgesetzt. Wir zählen auf Ihre Unterstützung!

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Autor: Michael Magura

4. Januar 2016 | ::2015:: Engagement für Medienbildung und gegen Cybermobbing

2015 war für Social Web macht Schule ein erfolgreiches Jahr. Unsere Trainerinnen und Trainer gestalteten insgesamt 50 Schüler-Workshops, 13 Elterninformationsabende und 6 Lehrerweiterbildungen an 14 Schulen in ganz Sachsen. Dabei führten wir unzählige interessante Gespräche und konnten viele tolle Menschen fit für den Umgang mit sozialen Medien und den Kampf gegen Cybermobbing machen. Dafür sagen wir: Danke! (mehr …)

Autor: Michael Magura

23. November 2015 | Cybermobbing – Eine ganzheitliche Herausforderung

Um die Kinder und Jugendlichen in der Prävention und dem Kampf gegen Cybermobbing zu stärken, setzen wir in unseren Workshops auf die interaktive Vermittlung von Empathie und des Verständnisses für die Folgen von Cybermobbing. (mehr …)

Autor: Michael Magura

16. November 2015 | Social Media an sächsischen Schulen – Einheitliche Regelungen für erfolgreiche Nutzung nötig

Lehrkräften in Sachsen ist die dienstliche Nutzung von sozialen Netzwerken im Internet grundsätzlich erlaubt. Klare, schuleinheitliche Regelungen sind jedoch nur selten zu finden. Dabei können sie helfen, Frust zu vermeiden und Social Media zielgerichtet unterrichtsbegleitend einzusetzen.

Social Media Class von mkhmarketing (CC BY 2.0)

Social Media Class von mkhmarketing (CC BY 2.0)

Vorbehalte auf Seiten der Lehrerinnen und Lehrer

Im Rahmen der Lehrerweiterbildungen bei Social Web macht Schule zeigen sich immer wieder Bedenken des Lehrpersonals hinsichtlich der Social-Media-Kommunikation mit Schülerinnen und Schülern. Während einige Lehrkräfte aktiv an Klassengruppen in Facebook oder WhatsApp teilnehmen, Schulveranstaltungen über Google Kalender organisieren oder Material für Hausaufgaben in der Dropbox bereitstellen, entziehen sich viele Kollegen bewusst dem digitalen Kontakt mit ihren Klassen. Neben genereller Technikskepsis und der Befürchtung einer Überforderung durch ständige Erreichbarkeit wird als Grund für die Zurückhaltung häufig ein vermeintliches Verbot der dienstlichen Nutzung von sozialen Netzwerken durch das Sächsische Staatsministerium für Kultus (SMK) angebracht.

In Sachsen besteht kein generelles Social-Media-Verbot an Schulen

Dabei verbietet das SMK den Lehrerinnen und Lehren den schulischen Kontakt mit ihren Klassen in sozialen Netzwerken im Gegensatz zu anderen Bundesländern nicht komplett. In den Hinweisen zur dienstlichen Nutzung von sozialen Netzwerken an Schulen wird der Informationsaustausch zu

Stundenplänen, Hausaufgaben, Lösungshinweisen, Erinnerung an mitzubringende Unterrichtsmaterialien, Austausch von Quellen, Texten oder sonstigen Unterrichtsmaterialien, Vertretungsstunden ohne Personenbezug, kurzfristiger Unterrichtsausfall

sogar konkret als mögliche Einsatzgebiete genannt, solange dafür niemand zur Anmeldung in sozialen Netzwerken gezwungen wird. Im Zweifel müssen diese Informationen also auch auf anderen Wegen kommuniziert werden, was in den allermeisten Fällen sowieso geschieht.

Um dem Sächsischen Datenschutzgesetz gerecht zu werden, untersagt das SMK explizit das Einstellen von

schulbezogenen, personenbezogenen Daten.

Als Beispiele hierfür werden

Zensuren, Leistungsbewertungen, Hinweise zu Versetzungsgefährdungen, Empfehlungen zur individuellen Förderung oder zu Bildungswegen, Berufs- und Studienempfehlungen, Krankmeldungen, Unfallanzeigen, Beschwerden, Fotos

genannt. Hierfür müssten in jedem Einzelfall Einverständniserklärungen der Schülerinnen und Schüler eingeholt werden, was bei der oft intransparenten Praxis der weiteren Datenverarbeitung durch die Betreiber sozialer Netzwerke im Internet faktisch nicht möglich ist.

Klare Regelungen vermeiden Frust und Missverständnisse

Wegen des uneinheitlichen Umgangs mit dem digitalen Informationsaustausch durch die Lehrkräfte innerhalb einer Schule ergeben sich oft Unklarheiten und Missverständnisse, die aufgrund unterschiedlicher Erwartungshaltungen zu Frust sowohl bei den Schülerinnen und Schülern als auch auf Seiten des Lehrpersonals führen. Unsere Empfehlung ist deshalb: Schaffen Sie möglichst schuleinheitliche, klare Regelungen zum Einsatz von sozialen Netzwerken an Ihrer Schule:

  • Kommunizieren Sie nachvollziehbar, welche sozialen Netzwerke zu welchen Zwecken genutzt werden (und welche nicht).
  • Stellen Sie die Grenzen der digitalen schulischen Kommunikation, beispielsweise hinsichtlich der Aktualisierungsfrequenz von Informationen, Reaktionszeiten auf Fragen oder der Erreichbarkeit außerhalb von Unterrichtszeiten, unmissverständlich klar.
  • Vermitteln Sie Verhaltensregeln, um einen störungsfreien und fairen Umgang in den sozialen Netzwerken zu gewährleisten. Als Grundlage hierfür kann beispielsweise die eEtiquette dienen.
  • Machen Sie deutlich, dass es sich um freiwillig nutzbare Zusatzangebote handelt. Bieten Sie nicht-digitale Alternativen an.
Autor: Michael Magura

16. Oktober 2015 | Wissenslücken im Bereich Datenschutz, Privatsphäre und Quellenkritik

Seit nunmehr zwei Jahren versuchen wir Workshops über „das Internet“ zu halten, ohne jedoch in den meisten sächsischen Schulen halbwegs nutzbares Internet vorzufinden. Vielmehr zeigte sich, dass das sächsiche Bildungssystem noch immer weit davon entfernt ist im 21. Jahrhundert anzukommen. Langsame Verbindungen, veraltete Software oder zu wenig Computer für zu viele Schüler haben nicht selten unsere Trainer*innen herausgefordert. An einer Schule gab es tatsächlich auch einmal gar kein Internet, da die zuständigen Stellen einen Defekt noch nicht behoben hatten – seit über einem halben Jahr (!) nicht.

Derartige Umstände hielten uns von Social Web macht Schule dazu an einen Plan B zu entwickeln. Anstatt ins Computerkabinett zu gehen, sollten die Schüler und Schülerinnen auf ihrem Smartphone recherchieren. Die Aufgabe lautete: Wählt aus der vorgegebenen App-Kategorie (Bildung, Nachrichten, Soziale Netzwerke und Organisation des täglichen Lebens) eure drei Lieblingsapps und diskutiert die Vor- und Nachteile dieser Appliktionen in der Gruppe. Die Ergebnisse sollten auf einem Plakat festgehalten werden. Die Resultate sind erschreckend und ein weiterer Beweis dafür, dass Schüler und Schülerinnen enorme Wissenslücken im Bereich Datenschutz, Privatsphäre und Quellenkritik ausweisen und ihre Mediennutzung in diesem Zusammenhang in keinster Weise reflektieren können.
So fiel es den Schülern und Schülerinnen sichtlich schwer die ausgewählten Apps kritisch zu betrachten. Kritik, sofern sie überhaupt auftauchte, war fast ausschließlich funktioneller Art. Bei Whatsapp störten zum Beispiel nicht die Nacktbilder, die zahlreichen Cybermobbing-Vorfälle, die ständige Erreichbarkeit oder die technologische Benachteiligung, die damit in Zusammenhang steht. Auch WhatsApp als moderne Spyware in der Hosentasche wurde nicht thematisiert. Für die 7. Klässler war lediglich problematisch: „Dass man immer auf den Telefonierbutton kommt“, „scheiß Design“ und nachträglich an die Seite gequetscht „peinliche Bilder“. Bei Facebook und Instagram sah es ähnlich aus. Nachteile wurden auch hier nur in der Bildqualität und in der mangelnden Funktionstüchtigkeit gesehen.

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Die Bewertung von Nachrichten-Apps hingegen offenbart unzureichende Kenntnisse im Umgang mit Quellen. Genannt wurden auch in dieser App-Kategorie nur jene negativen Aspekte, welche die Handhabung der Apps betreffen, nicht jedoch die Inhalte. Interessant auch, dass die BILD-App augenscheinlich weder Vor- noch Nachteile hat und Youtube für Schülerinnen und Schüler eine Nachrichten-App darstellt.

So erschreckend diese Ergebnisse auch sind und so viel Aufklärungsarbeit diese Übung auch von unserer Trainerin gefordert hat, so sehr bestätigte diese Übung aber auch die Notwendigkeit unseres Engagements. Der Schulalltag sächsischer Schulen schließt Medienbildung gar nicht, bis unzureichend ein und zielt somit an der Alltagsrealität der Kinder und Jugendlichen vorbei.

Autor: Marlene Jakob

16. September 2015 | Endspurt bei unserer Workshop-Verlosung

Und noch einmal kräftig die Werbetrommel gerührt:

Liebe Eltern, Schüler, Lehrer, Schulleiter, Schulbusfahrer, Facility Manager, Sekretariatvorsitzenden oder anderweitig am Schulleben-Beteiligte: Ihr könnt euch noch bis zum 21. September für ein Social Web Workshop-Paket in Mittel- oder Südsachsen für eure Schule bewerben.

Wie könnt ihr teilnehmen?

Ob nun per Videobotschaft, selbstgemalten oder selbstgeschossenen Bild, per Sprachnachricht, schlauem Satz oder ganz oldschool per Feuerzeichen; Ihr sagt uns warum wir zu euch kommen sollen und ladet euren Beitrag einfach auf https://www.facebook.com/socialwebmachtschule hoch. Sobald ihr euren Beitrag hochgeladen habt, nehmt ihr automatisch an der Verlosung teil.

Wer kein Facebook-Account besitzt, kann uns auch unter info@social-web-macht-schule.de eine Nachricht schicken oder die Kommentarfunktion auf unserer Webseite nutzen.

Wer gewinnt was?

Sagt euren Freunden, Bekannten, entfernten Verwandten Bescheid, denn der Beitrag, der am 21. September die meisten Likes hat, gewinnt unser Rund-um-Wohlfühl-Paket.

Feedback-Bogen

Wir verlosen ein komplettes Workshop-Sorglos-Paket bestehend aus einem 2 stündigen Elternabend, einer 2 stündigen Lehrerweiterbildung und einem ein- oder zweitägigen Schülerworkshop für eine Klassenstufe mit bis zu 3 Klassen. In den Veranstaltungen dreht sich alles um das Social Web. Wir reden also über WhatsApp, Instagram, Apps und Spiele, Privatsphäre und Datenschutz sowie das Thema Cybermobbing. Austragungsort wird zu einem Termin der Wahl (bei Einwilligung der Schulleitung) die Schule sein.

Alles klar? Dann ran an die Smartphones und kräftig Bilder schießen, Gründe sammeln und bis zum 21. September auf unserem Facebookprofil hochladen! Wir freuen uns auf eure Beiträge!

Noch ein Dank zum Schluss

Die Verlosung des Workshops wird durch das Engagement von enviaM ermöglicht. Vielen Dank!

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Und nochmal zum Nachlesen: SwmS_Pressemitteilung_Workshop Verlosung

Autor: Kristin Stritzke

8. September 2015 | Einmal zum Nachhören, bitte!

Vor einiger Zeit waren Marlene und ich live und in Farbe im coloradio zu hören.
Jetzt habe ich endlich den Beitrag zum Nachhören bekommen. Also wer noch nicht weiß wer wir sind oder was wir machen, kann gern mal reinhören!

Autor: Kristin Stritzke