Willkommen bei "Social Web macht Schule" - dem Aufklärungsprojekt für Kinder, Eltern und Lehrer zum sicheren Umgang mit sozialen Netzwerken wie facebook & Co., für Medienkompetenz und gegen Cyber-Mobbing. In Schülerworkshops, Elterninformationsabenden und Lehrerweiterbildungen schließen wir Wissenslücken und geben Handlungsempfehlungen für Problemsituationen.

Cyber-Grooming und Sexting

Als Cyber-Grooming bezeichnet man die sexuelle Belästigung Minderjähriger  über das Internet durch meist ältere, fremde Männer. Sie geben sich in Chats oder Online-Communitys gegenüber Kindern oder Jugendlichen als gleichaltrig aus, um sich so das Vertrauen der Minderjährigen zu erschleichen. Meist mit dem Ziel, sich auch in der "realen" Welt mit ihnen zu treffen und sie zu missbrauchen.

Sexting vermischt die Worte „Sex“ und „Texting“ miteinander. Es geht hierbei um Fotos, Videos oder erregende Konversationen via Instant Messenger, Chat oder Email.

Einen erschreckenden Blick hinter die Kulissen von Sexting&Co. wirft Kriminologe Thomas Rüdiger im Morgenmagazin.

Wie kann man sich schützen?

In der Regel hilft ein gesundes Selbstbewusstsein und Vorsicht im Netz am besten gegen unangenehme Bekanntschaften. Sexuell anstößige Inhalte haben nichts im Netz zu suchen und die Konsequenzen können dramatisch sein, wie das Beispiel von Lauras Entblößung oder Amanda Todd zeigt. Virtuelle Bekanntschaften sind eben das: virtuell. Man weiß nicht mit wem man gerade chattet. Vielleicht ist es die große Liebe, der Typ der Träume, vielleicht ein Klassenkamerad, der sich einen Spaß erlaubt, vielleicht ein 40 Jähriger LkW-Fahrer,… Und manchmal ist es jemand mit dem man am wenigsten rechnet, wie ein dänischer Spot über Cybersex sehr anschaulich darstellt.

Wie können Eltern Cyber-Grooming vorbeugen?

Klären Sie ihr Kind über sexuelle Belästigung im Internet und machen sie ihm den Unterschied zwischen realer und virtueller Welt deutlich. Lassen Sie sich bei einer gemeinsamen Surftour sein Netzwerk-Profil zeigen und erklären. So können sie die Sicherheitseinstellungen überprüfen. 

Informieren Sie sich über die Jugendschutzmaßnahmen des Anbieters und finden Sie gegebenenfalls gemeinsam mit ihrem Kind ein anderes Netzwerk, in dem der Jugendschutz konsequenter durchgesetzt wird.

Unser Tipp für Eltern: sexueller Belästigung im Internet lässt sich vorbeugen, indem Sie Ihr Kind ganz bewusst bei seinen Erfahrungen im Netz begleiten. Interessieren Sie sich dafür, wo Ihr Kind chattet und prüfen Sie das Portal auf seine Jugendtauglichkeit. Dabei hilft beispielweise www.chatten-ohne-risiko.de.