Willkommen bei "Social Web macht Schule" - dem Aufklärungsprojekt für Kinder, Eltern und Lehrer zum sicheren Umgang mit sozialen Netzwerken wie facebook & Co., für Medienkompetenz und gegen Cyber-Mobbing. In Schülerworkshops, Elterninformationsabenden und Lehrerweiterbildungen schließen wir Wissenslücken und geben Handlungsempfehlungen für Problemsituationen.

Erfahrungen

Gymnasium Dresden

F. Grundstein, Erich-Viehweg-Oberschule Frankenberg (Februar 2015)

"Das Team der Queo-Group besuchte die Erich-Viehweg-Oberschule in Frankenberg am 4. und 5. Februar. Das informative Projekt zum Thema Social Web deckte eine Vielzahl an Facetten ab.

Als Basis für die weiterführende Arbeit wurden zunächst die Vor- und Nachteile des Internets eruiert. Dabei war es den Projektleiterinnen wichtig, den Schülerinnen und Schülern die Gefahren deutlich ins Bewusstsein zu rufen, jedoch keinesfalls das Internet als Ganzes zu verteufeln. Ein Schwerpunkt des ersten Projekttages lag dann folgerichtig auch auf den Themen Datenschutz und sorgsamen Umgang mit eigenen Daten. Dabei wurden sowohl die Möglichkeiten, die Nutzer sozialer Netzwerke wie Facebook und What's App haben, um ihre Privatsphäre zu schützen, thematisiert als auch latente Gefahren und Risiken angesprochen. Desweiteren wurden die Schülerinnen und Schüler für richtiges Verhalten in Chatrooms und die Optionen, die dort zum Schutz der Nutzer bereit stehen, sensibilisiert, bevor ein Online-Quiz den ersten Projekttag abrundete. Dabei durften die Teilnehmer zu einer Auswahl an sozialen Medien eigene Fragen entwickeln, die sie ihren Mitschülerinnen und Mitschülern stellen konnten. Hierbei wäre jedoch mehr Lenkung wünschenswert gewesen, da manche Lernenden Fragen zum Kaufpreis mancher Produkte stellten, die vor dem thematischen Hintergrund des Projektes wenig gewinnbringend waren.

Erich-Viehweg-Oberschule Frankenberg

Erich-Viehweg-Oberschule Frankenberg

Der folgende Tag stand ganz im Zeichen des Problems "Cybermobbing". Nach der begrifflichen Klärung wurden sinnvoll gewählte Videos gezeigt, die sowohl das Worst-Case-Szenario beleuchteten, als auch Einblicke in verantwortungsvollen Umgang mit der Problemstellung gewährten. Neben diesen hilfreichen Verhaltensstrategien, die den Schülern an die Hand gegeben wurden, durfte auch ein Blick auf die rechtlichen Konsequenzen und Handlungsoptionen nicht fehlen. In einem Rollenspiel in Form einer Talkshow durften Schülerinnen und Schüler anschließend ihr schauspielerisches Talent und ihre Fähigkeit zur Empathie testen bzw. unter Beweis stellen.

Hinsichtlich der Methoden stellten die Teilnehmer fest, dass die Erarbeitungsform der Gruppenarbeit sehr angenehm war und eine willkommene Abwechslung zum frontalen Informationsangebot darstellte. Gerade aus lernpsychologischer Sicht ist eine selbstständige Erarbeitung der Gefahren des Internets und des richtigen Verhaltens bei Cybermobbing, wie im Rahmen dieses Projektes geschehen, überaus wünschenswert. Außerdem wurden die Erklärungen der Projektleiterin als sehr verständlich eingestuft. Einziger Negativaspekt, der angemerkt wurde, betraf die ausführliche Behandlung der sozialen Medien im Allgemeinen, wobei dies wohl der hohen Technikaffinität einzelner Teilnehmer geschuldet war.

Insgesamt betrachtet ist dieses Projekt sehr gut geeignet, den Schülerinnen und Schülern auf überlegte Art und Weise die täglichen Risiken im Umgang mit den sozialen Medien zu verdeutlichen und geeignete Verhaltensstrategien bereitzustellen."

Frederick Grundstein, stellv. Klassenlehrer

A. Lehmann, 36. Oberschule Dresden (Dezember 2014)

"Für unsere Projektwoche im Dezember konnten wir „ Social Web macht Schule“ als Partner gewinnen.

Das Thema soziale Netzwerke besitzt hohe Aktualität bei unseren Schülern, deshalb entschlossen sich die Klassenlehrer der 7. Klassen dies zum Schwerpunkt der Projektwoche zu machen.

Die Projektleiterin Frau Stritzke unterstützte uns in der Entscheidungsfindung engagiert und kompetent. Während einer Lehrerkonferenz brachte sie uns sehr anschaulich die Schwerpunkte der zwei Projekttage näher. Innerhalb von zwei Schultagen konnten sich unsere Schüler sehr lebensnah mit den Möglichkeiten und Gefahren sozialer Medien auseinandersetzen. Sie wurden besonders durch vielfältige Methoden, interessante Filme und die Einbeziehung ihrer eigenen Erfahrungen angesprochen. Die Auseinandersetzung mit theoretischen Informationen fiel allerdings einigen sehr schwer, so dass der Spannungsbogen etwas abfiel. Besonders erfolgreich verlief der Tag zum Thema Cybermobbing. Alle Schüler stimmten für die Erarbeitung einer Antimobbingvereinbarung. Mit viel Begeisterung beteiligten sich die Schüler an der Ideenfindung. Das Ergebnis zeigt eindeutig: „Wir sind gegen jede Art von Mobbing!“.

Es ist sehr schade, dass diese Projektidee, die auf Eigeninitiative der „queo-GmbH“ ins Leben gerufen wurde, nicht staatlich gefördert wird. Unsere Schule konnte das Projekt nur realisieren, weil die Schüler einen finanziellen Beitrag leisteten und der Hauptteil vom Lehrerteam Gewaltprävention gesponsert wurde."

 

[Anmerkung der Redaktion: Wir bedauern, dass wir in der Kürze der Zeit keine alternativen Finanzierungsmöglichkeiten für die 36. Oberschule finden konnten. Auch wenn "Social Web macht Schule" ein Projekt der queo GmbH ist, kann queo neben der Projektadministration (Konzepterstellung, -aktualisierung, Trainereinarbeitung, -ausbildung, -weiterbildung, Öffentlichkeitsarbeit, Sponsorensuche, und und und) die Durchführungskosten nicht tragen - auch wenn es dies gern täte. Aus diesem Grund sind wir stets bemüht gemeinsam mit den Schulen ein Finanzierungskonzept zu erarbeiten, bzw. für Schulen auf Sponsorensuche zu gehen. So konnten wir die Finanzierung von 9 Schulen im Augustusburger Land mit Hilfe von enviaM, den Stadtwerken Marienberg und Olbernhau sicherstellen. Wir hoffen interessierten Schulen auch in Zukunft bequeme Lösungen anbieten zu können und freuen uns auch weiterhin über ein solches Engagement, wie von Frau Lehmann an der 36. Oberschule gezeigt - solange keine staatliche Förderung in Aussicht ist.]