13. Juni 2017 | Gemeinsam stark

Schülerworkshops stellen nur eine Säule dar, wenn es um die Vermittlung von Medienkompetenz im Social Web an Schüler und Schülerinnen geht.

Vor diesem Hintergrund war ich Ende Mai zu einem Elternabend in Großrückerswalde. Die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Großrückerswalde hatten wir bereits im letzten Sommer mit einem Workshop rund um Cybermobbing unterstützt. Um die Vermittlung von Chancen und Gefahren zu komplementieren, dürfen natürlich die Eltern als Bezugspunkt und Vorbilder ihrer Kinder nicht fehlen. Somit habe ich in meinem Vortrag auch besonders darauf Wert gelegt, den Eltern zu vermitteln, dass sie gemeinsam mit ihren Kindern das Internet und die vielen verschiedenen Apps erkunden – und mit gutem Beispiel vorangehen sollten.

Würden Sie ihrem 6-jährigen Kind ein Buch von Shakespeare in die Hand drücken und sagen: „Lies mal“? Wohl kaum.

Das Internet oder Smartphones verteufeln sollten wir aber nicht. Smartphones sind Medien genau wie Bücher oder der Fernseher. Und wir setzen unser Kind ja auch nicht 22 Uhr vor den Bildschirm und lassen es ungehindert RTL 2 schauen, ebenso wie wir ihnen mit 6 Jahren noch keine Enzyklopädie vorsetzen.

Unsere Kinder wachsen stattdessen mit Bilderbüchern auf, später lesen wir ihnen vor und schlussendlich gehen sie ihre eigenen Schritte und beginnen Erstlesebücher holprig den stolzen Eltern vorzulesen.

Ebenso sollten wir mit digitalen Medien umgehen. Das Internet ist zu groß und vielfältig, als dass ein Grundschüler es erfassen und kognitiv verarbeiten könnte. Und es ist durch seine Offenheit zweifelsohne auch nicht ganz ungefährlich – was bleibt ist eine konsequente Medienerziehung und -begleitung.

Daher war die Quintessenz meines Vortrages und der Satz, den ich an diesem Abend wohl am häufigsten gesagt habe, dass die Eltern das Social Web und die digitalen Medien mit ihren Kindern gemeinsam erkunden und ausprobieren sollen. Ich habe an die Eltern appelliert mit ihren Kinder zu sprechen, behutsam zu (hinter)fragen welche Apps sie nutzen und mit wem sie kommunizieren (ohne in die Privatsphäre des Kindes einzudringen). In den kleineren Klassen besteht noch die Möglichkeit einen großen Einfluss auf die Kids zu nehmen sowie spielerisch mit ihnen Regeln zur Mediennutzung aufzustellen genauso wie einen offenen Austausch und Diskurs anzustoßen. Eine Möglichkeit, die wir nutzen sollten!

Output des Fachtags "Mediensucht" von k.NIF, Graphic Recordings von Johanna Benz.

Output des Fachtags „Mediensucht“ von k.NIF, Graphic Recordings von Johanna Benz.

Sie wollen mehr erfahren? Dann schauen Sie hier nach:

  • Mediennutzungsvertrag um spielerisch Regeln aufzustellen: https://www.mediennutzungsvertrag.de/
  • Klicksafe: http://www.klicksafe.de/
  • Schau Hin zu Jugendschutzeinstellungen Nr. 1: https://www.schau-hin.info/news/artikel/auf-jugendschutz-bei-videoportalen-achten.html
  • Schau Hin zu Jugendschutzeinstellungen Android-Geräte: https://www.schau-hin.info/medien/mobile-geraete/sicherheit/sicherheit-android.html
  • Schau Hin zu Jugendschutzeinstellungen bei Frizbox-Routern: https://www.schau-hin.info/medien/internet/sicherheit/sicherheitseinstellungen-bei-der-fritzbox.html
Autor: Marcel Burghardt

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