26. April 2017 | Und plötzlich macht es Klick

Vor Kurzem hatte ich meinen ersten Einsatz als Trainer von Social Web macht Schule. In der Oberschule in Hartha brachte ich einer 5. Klasse die Themen Datenschutz & Privatsphäre näher und erarbeitete gemeinsam mit den Schülern und Schülerinnen Kommunikationsregeln für Messenger Dienste wie Whatsapp & Co. Wie das genau aussah, was die Schüler und Schülerinnen dabei machten und wie ich meinen ersten Unterrichtseinsatz überstanden habe, lest ihr hier:

1, 2 oder 3 – ob ihr wirklich richtig steht…

Die Schülerinnen und Schüler konnten sich in einem Datenschutzquiz vom Stil der Fernsehshow 1, 2 oder 3 spielerisch mit Fragen nach Passwortsicherheit, Bildrecht, etc. auseinandersetzen. Anschließend ließ ich sie mit iPads Informationen über sich, ihre Eltern und Freunde suchen, die freizugänglich im Internet nachzulesen sind. Ziel der Methode war ein Verständnis dafür zuschaffen, welche Informationen man im Netz posten kann und was man eher für sich behält.

Social Web macht Schule Datenschutz

Schüler in Hartha arbeiten interaktiv mit iPads und suchen Informationen über sich, ihre Eltern, Geschwister und Lehrer.

5. Klässler & WhatsApp: Es macht Klick bei den Kindern

Das Eis war gebrochen. Was für ein toller Moment als die Schülerinnen und Schüler nach einigem hin und her, über Probleme in ihrem Whatsapp-Klassenchat angeregt diskutierten und ich merkte „Sie denken nach! Sie reflektieren!“. Über fiktive Tagebucheinträge eines Mädchens, dass sich darüber beschwert zu viele Nachrichten am Tag zu bekommen und gezielte Fragen, näherte ich mich dem Kern des Problems. Das war das schönste Gefühl im Workshop – Schüler, die selbst über ihren Umgang mit Whatsapp im Klassenchat reflektierten. Sie äußerten Wünsche und erarbeiteten Regeln für die zukünftige Nutzung in der Klasse z.B. das Smartphone ab 20 Uhr auszuschalten oder nicht ungefragt Videos von Klassenkameraden zu veröffentlichen.

Social Web macht Schule Eisbrecher Whatsapp

100 und mehr WhatsApp Nachrichten in Klasse 5 via WhatsApp – darüber muss diskutiert werden!

Warum mich das so begeistert hat? Im Vorfeld hatten wir uns mit der Schulleiterin über bestehende Probleme in der Klasse unterhalten und wussten, dass es Schwierigkeiten mit Whatsapp gab. Daher bereitete ich einen Unterrichtsentwurf vor und setzte mir das Ziel die Klasse dazu zu bewegen sich mit ihrer eigenen Nutzung auseinanderzusetzen. Dieser Plan ging super auf.

Meine Motivation ist ungebrochen

Am Ende unseres Workshops das direkte Feedback zu bekommen: „Können sie nicht noch länger bleiben?“ hat mich beflügelt weiteren Schülern Möglichkeiten, aber auch Gefahren im Social Web aufzuzeigen.

Social Web macht Schule Cybermobbing

Mit Stift und Papier erarbeiten Schüler Rollen im Cybermobbing.

Ich freue mich sehr über euer Feedback, Austausch und Ideen für unser Projekt.

Was die Presse über unseren Schuleinsatz berichtet hat, könnt ihr hier nachlesen:

      Freie Presse Mittelsachsen

Gegen Mobbing im Internet

      SZ Döbeln

Gegen Mobbing im Internet

Autor: Marcel Burghardt

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