30. März 2016 | Unterstützung von Präventionsarbeit über Krankenkassen

Social Web macht Schule trägt aktiv zu Gewaltprävention in Sachsen bei. Gewalt, die nicht immer körperlich stattfinden muss, sondern mit einem Klick online viel Schaden anrichten kann. Der richtige Umgang wird Jugendlichen nie gelehrt. Aufklärungs- und Präventionsarbeit bleiben daher eine wichtige Aufgabe. Diese sollten Krankenkassen in jedem Fall finanziell unterstützen.

Das Gesetz zur Stärkung der Gesundheitsförderung und der Prävention
Im Gesetz zur Stärkung der Gesundheitsförderung und der Prävention (PrävG) wird schnell bewusst, weshalb auch Krankenkassen präventive Medienbildung finanziell fördern sollten. Bereits im §1 Solidarität und Eigenverantwortung wird festgehalten:

„Die Krankenversicherung als Solidargemeinschaft hat die Aufgabe, die Gesundheit der Versicherten zu erhalten, wiederherzustellen oder ihren Gesundheitszustand zu bessern. Das umfasst auch die Förderung der gesundheitlichen Eigenkompetenz und Eigenverantwortung der Versicherten. Die Versicherten sind für ihre Gesundheit mitverantwortlich; sie sollen durch eine gesundheitsbewußte Lebensführung, durch frühzeitige Beteiligung an gesundheitlichen Vorsorgemaßnahmen sowie durch aktive Mitwirkung an Krankenbehandlung und Rehabilitation dazu beitragen, den Eintritt von Krankheit und Behinderung zu vermeiden oder ihre Folgen zu überwinden. Die Krankenkassen haben den Versicherten dabei durch Aufklärung, Beratung und Leistungen zu helfen und auf gesunde Lebensverhältnisse hinzuwirken.“

Social Web macht Schule fördert Eigenkompetenz und Eigenverantwortung der Schüler/-innen im Umgang mit sozialen Medien und allgemein dem Internet. Daher erfolgt hier eine frühzeitige Beteiligung an gesundheitlichen Vorsorgemaßnahmen über Aufklärung von Internetsucht, Folgen von Cybermobbing, Cybergrooming und Datenschutz. Ein gesunder Umgang mit den neuen Medien wird geschult und fördert bessere Verhältnisse im Klassenverband.
Smartphones und Internetnutzung allgemein ist fester Bestandteil von Jugendlichen und wird alltäglich genutzt. Der Paragraph §20a Leistungen zur Gesundheitsförderung und Prävention in Lebenswelten beschreibt Lebenswelten wie folgt:

 „Lebenswelten […] sind für die Gesundheit bedeutsame, abgrenzbare soziale Systeme insbesondere des Wohnens, des Lernens, des Studierens, der medizinischen und pflegerischen Versorgung sowie der Freizeitgestaltung einschließlich des Sports.“

Durch die Benutzung in der Freizeit, als auch zur Erfüllung von schulischen Arbeitsaufgaben zählt die allgemeine Internetnutzung zur Lebenswelt von Kinder und Jugendlichen. Durch eine unreflektierte Nutzung können gesundheitsschädliche Folgen entstehen. Daher ist eine Prävention unabdinglich.
Weiterhin besagt der §20a Leistungen zur Gesundheitsförderung und Prävention in Lebenswelten:

„Die Krankenkassen fördern unbeschadet der Aufgaben anderer […] mit Leistungen zur Gesundheitsförderung und Prävention in Lebenswelten insbesondere den Aufbau und die Stärkung gesundheitsförderlicher Strukturen. Hierzu erheben sie unter Beteiligung der Versicherten und der für die Lebenswelt Verantwortlichen die gesundheitliche Situation einschließlich ihrer Risiken und Potenziale und entwickeln Vorschläge zur Verbesserung der gesundheitlichen Situation sowie zur Stärkung der gesundheitlichen Ressourcen und Fähigkeiten und unterstützen deren Umsetzung.  Bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben nach Satz 2 sollen die Krankenkassen zusammenarbeiten und kassenübergreifende Leistungen zur Gesundheitsförderung und Prävention in Lebenswelten erbringen.“

 Die Umsetzung in Thüringen ist bereits gelungen

Die Technische Krankenkasse Thüringen zeigt, dass die Finanzierung von Gewaltpräventionen möglich ist. Thomas Holm, der Leiter des Gesundheitsmanagement der TK Thüringen, beschreibt in einem Interview mit der TK Spezial Thüringen die Idee von „Gesunde Schule“. Dabei werden Schulen finanziell unterstützt, wenn es um Thema Ernährung, Bewegung oder um Gewaltprävention geht. Damit konnten seit 2003 allein in Thüringen 55 Einrichtungen mit 500.900 Euro unterstützt werden. Gewaltprävention schließt psychische Gewalt nicht aus. Im Gegenteil, denn im Internet lässt sich durch die Anonymität und Distanz Gewalt leichter anwenden. Die TK Thüringen unterstützt die Initiative „Mobbing-freie Schule“. Diese ist ein Programm, das Lehrer, Schulpsychologen, Schüler/-innen und Eltern hilft Mobbing vorzubeugen, zu erkennen und entgegenzuwirken.

 

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Autor: Sylvia Stegmann

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