26. Oktober 2017 | Herzensprojekt

Social Web macht Schule ist eine Initiative der queo GmbH – was soll das denn heißen? Immer wieder werden wir gefragt, was denn dieses queo mit uns zu tun hat. Bemühungen aus der Wirtschaft in der Bildung werden kritisch beäugt. Schließlich ist Bildung unabhängig und kostenlos. Theoretisch. Rein praktisch allerdings braucht Bildung auch ab und zu mal einen Impuls und eine Unterstützung aus der Wirtschaft.

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Es war einmal…

Wenn man Kinder hat, ändert sich das ganze Leben. Plötzlich geht es um Sicherheit, Stabilität und Gesundheit. Darum das Wohl eines anderen Wesens über das eigene zu stellen und eine junge Seele optimal in seiner Entwicklung zu unterstützen. Wir bringen unseren Kindern das Schwimmen bei, zeigen ihnen wie man sicher die Straße überquert und helfen ihnen bei den Hausaufgaben. Und dann kommt so eine Digitalisierung daher. Das Internet. Unbekannte Gefahren. Unsicherheit.

2011 ein Elternabend an einer Dresdner Schule. Diskussionen zum Thema schülerVZ. Fragen werden laut, was das denn ist und was die Kinder dort machen. Unwissenheit. Lehrer und Eltern sind gleichermaßen ratlos. Beratungsangebote, Referenten Fehlanzeige. Und die Kinder toben sich derweil online aus.

So passierte es. Ein Vater dachte: das kann man doch ändern. Und änderte es. Ein queo Vater, dessen täglich Brot Internet und Social Media sind. queo als Dresdner Unternehmen beschäftigt sich nämlich mit eben diesen Themen: Kommunikation in der digitalen Welt gestalten. Dazu gehört natürlich auch die Betreuung von Social Media Kanälen: Shitstorms managen, Zielgruppen analysieren. Facebook Posts planen und Instagram Plugins integrieren. Zugegeben: ursprünglich sollte das Projekt nur in Dresden bleiben und das auch nur bis Kultusministerium, Uni und Schule selbst Unterstützungsangebote realisieren können.

3 Jahre nach der Pilotisierung eines klein angelegten Social Responsibility Projekts hatte sich leider seitens der Bildungspolitik noch nichts getan. Die Digitalisierung schritt mit Meilenstiefeln voran, doch bis auf ein paar einsame Referenten und vereinzelte Lehrerweiterbildungen, hatte es das Internet immer noch nicht auf den Lehrplan geschafft. Der Bedarf an Schulen stieg. Statt zwei queos die nebenberuflich an Schulen vorbeischauten, gab es plötzlich ein fünfköpfiges Trainerteam. Statt Dresden, hieß es Sachsen und statt eines starren Workshopfahrplans, gab es plötzlich sechs Module. Statt Klasse 7 bis 8 sind wir mittlerweile im Kindergarten angekommen. Wenn man einmal was angefangen hat…

Was hat queo davon?

queo finanziert die gesamte Infrastruktur des Projekts. Dank queo haben wir es warm, können mit einem Auto nach Oelsnitz, Hochkirch & Co. fahren, haben Arbeitsgeräte, Arbeitsmittel, LTE Router (damit wir auch mal Internet an einer Schule haben) und vor allem: mich. queo finanziert die pädagogische Leitung des Projekts, die Konzepte überarbeitet, Inhalte aktualisiert, Arbeitsblätter gestaltet, aber auch Schulanfragen beantwortet, Blogartikel schreibt und Schülern bei Cybermobbing im Kummerkasten hilft. Und im Gegenzug? Kann sich die Geschäftsleitung einmal im Jahr zusammensetzen, sich auf die Schulter klopfen und nicht nur nach außen sondern auch tatsächlich als Unternehmen auftreten, das soziale Verantwortung übernimmt.

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Nicht nur die Geschäftsleitung sondern auch die anderen Eltern von queo profitieren von Social Web macht Schule. Jeder queo kann einen Medienelternabend an der Schule des eigenen Kindes anbieten.

…und so lebten sie glücklich bis ans Ende ihrer Tage

Es klingt fast wie ein Märchen. Es ist schwer zu verstehen, in einer Welt in der das Geld regiert. Aber Social Web macht Schule ist ein Herzensprojekt. Es soll in den stürmischen Zeiten der Digitalisierung Kindern, Eltern, Erziehern und Lehrern eine Anlaufstelle bieten – solange bis die Bildungspolitik aufgeholt haben wird und keine Akteure aus der Wirtschaft mehr braucht, um seine Arbeit zu übernehmen.

 

 

Autor: Kristin Stritzke

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