25. Januar 2016 | Dresden wird mediensicher! – Ihre Unterstützung ist gefragt

Mit unseren Schüler-Workshops, Elterninformationsabenden und Lehrerfortbildungen erreichen wir Monat für Monat eine Vielzahl von Menschen. Viele positive Rückmeldungen zeigen, dass wir mit unseren Veranstaltungen eine Sensibilisierung und nachhaltige Verhaltensänderung bei den Kindern und Jugendlichen bewirken. Da unsere Trainer*innen jedoch nicht überall sein können, haben wir ein neues Konzept entwickelt: In regelmäßigen Ferienkursen möchten wir Schüler*innen an Dresdner Schulen zu Medien-Guides ausbilden. Um die dafür benötigten Mittel zusammenzutragen, haben wir auf der Plattform Startnext eine Crowdfunding-Kampagne aufgesetzt. Wir zählen auf Ihre Unterstützung!

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Autor: Michael Magura

4. Januar 2016 | ::2015:: Engagement für Medienbildung und gegen Cybermobbing

2015 war für Social Web macht Schule ein erfolgreiches Jahr. Unsere Trainerinnen und Trainer gestalteten insgesamt 50 Schüler-Workshops, 13 Elterninformationsabende und 6 Lehrerweiterbildungen an 14 Schulen in ganz Sachsen. Dabei führten wir unzählige interessante Gespräche und konnten viele tolle Menschen fit für den Umgang mit sozialen Medien und den Kampf gegen Cybermobbing machen. Dafür sagen wir: Danke! (mehr …)

Autor: Michael Magura

23. November 2015 | Cybermobbing – Eine ganzheitliche Herausforderung

Um die Kinder und Jugendlichen in der Prävention und dem Kampf gegen Cybermobbing zu stärken, setzen wir in unseren Workshops auf die interaktive Vermittlung von Empathie und des Verständnisses für die Folgen von Cybermobbing. (mehr …)

Autor: Michael Magura

16. November 2015 | Social Media an sächsischen Schulen – Einheitliche Regelungen für erfolgreiche Nutzung nötig

Lehrkräften in Sachsen ist die dienstliche Nutzung von sozialen Netzwerken im Internet grundsätzlich erlaubt. Klare, schuleinheitliche Regelungen sind jedoch nur selten zu finden. Dabei können sie helfen, Frust zu vermeiden und Social Media zielgerichtet unterrichtsbegleitend einzusetzen.

Social Media Class von mkhmarketing (CC BY 2.0)

Social Media Class von mkhmarketing (CC BY 2.0)

Vorbehalte auf Seiten der Lehrerinnen und Lehrer

Im Rahmen der Lehrerweiterbildungen bei Social Web macht Schule zeigen sich immer wieder Bedenken des Lehrpersonals hinsichtlich der Social-Media-Kommunikation mit Schülerinnen und Schülern. Während einige Lehrkräfte aktiv an Klassengruppen in Facebook oder WhatsApp teilnehmen, Schulveranstaltungen über Google Kalender organisieren oder Material für Hausaufgaben in der Dropbox bereitstellen, entziehen sich viele Kollegen bewusst dem digitalen Kontakt mit ihren Klassen. Neben genereller Technikskepsis und der Befürchtung einer Überforderung durch ständige Erreichbarkeit wird als Grund für die Zurückhaltung häufig ein vermeintliches Verbot der dienstlichen Nutzung von sozialen Netzwerken durch das Sächsische Staatsministerium für Kultus (SMK) angebracht.

In Sachsen besteht kein generelles Social-Media-Verbot an Schulen

Dabei verbietet das SMK den Lehrerinnen und Lehren den schulischen Kontakt mit ihren Klassen in sozialen Netzwerken im Gegensatz zu anderen Bundesländern nicht komplett. In den Hinweisen zur dienstlichen Nutzung von sozialen Netzwerken an Schulen wird der Informationsaustausch zu

Stundenplänen, Hausaufgaben, Lösungshinweisen, Erinnerung an mitzubringende Unterrichtsmaterialien, Austausch von Quellen, Texten oder sonstigen Unterrichtsmaterialien, Vertretungsstunden ohne Personenbezug, kurzfristiger Unterrichtsausfall

sogar konkret als mögliche Einsatzgebiete genannt, solange dafür niemand zur Anmeldung in sozialen Netzwerken gezwungen wird. Im Zweifel müssen diese Informationen also auch auf anderen Wegen kommuniziert werden, was in den allermeisten Fällen sowieso geschieht.

Um dem Sächsischen Datenschutzgesetz gerecht zu werden, untersagt das SMK explizit das Einstellen von

schulbezogenen, personenbezogenen Daten.

Als Beispiele hierfür werden

Zensuren, Leistungsbewertungen, Hinweise zu Versetzungsgefährdungen, Empfehlungen zur individuellen Förderung oder zu Bildungswegen, Berufs- und Studienempfehlungen, Krankmeldungen, Unfallanzeigen, Beschwerden, Fotos

genannt. Hierfür müssten in jedem Einzelfall Einverständniserklärungen der Schülerinnen und Schüler eingeholt werden, was bei der oft intransparenten Praxis der weiteren Datenverarbeitung durch die Betreiber sozialer Netzwerke im Internet faktisch nicht möglich ist.

Klare Regelungen vermeiden Frust und Missverständnisse

Wegen des uneinheitlichen Umgangs mit dem digitalen Informationsaustausch durch die Lehrkräfte innerhalb einer Schule ergeben sich oft Unklarheiten und Missverständnisse, die aufgrund unterschiedlicher Erwartungshaltungen zu Frust sowohl bei den Schülerinnen und Schülern als auch auf Seiten des Lehrpersonals führen. Unsere Empfehlung ist deshalb: Schaffen Sie möglichst schuleinheitliche, klare Regelungen zum Einsatz von sozialen Netzwerken an Ihrer Schule:

  • Kommunizieren Sie nachvollziehbar, welche sozialen Netzwerke zu welchen Zwecken genutzt werden (und welche nicht).
  • Stellen Sie die Grenzen der digitalen schulischen Kommunikation, beispielsweise hinsichtlich der Aktualisierungsfrequenz von Informationen, Reaktionszeiten auf Fragen oder der Erreichbarkeit außerhalb von Unterrichtszeiten, unmissverständlich klar.
  • Vermitteln Sie Verhaltensregeln, um einen störungsfreien und fairen Umgang in den sozialen Netzwerken zu gewährleisten. Als Grundlage hierfür kann beispielsweise die eEtiquette dienen.
  • Machen Sie deutlich, dass es sich um freiwillig nutzbare Zusatzangebote handelt. Bieten Sie nicht-digitale Alternativen an.
Autor: Michael Magura

16. September 2015 | Endspurt bei unserer Workshop-Verlosung

Und noch einmal kräftig die Werbetrommel gerührt:

Liebe Eltern, Schüler, Lehrer, Schulleiter, Schulbusfahrer, Facility Manager, Sekretariatvorsitzenden oder anderweitig am Schulleben-Beteiligte: Ihr könnt euch noch bis zum 21. September für ein Social Web Workshop-Paket in Mittel- oder Südsachsen für eure Schule bewerben.

Wie könnt ihr teilnehmen?

Ob nun per Videobotschaft, selbstgemalten oder selbstgeschossenen Bild, per Sprachnachricht, schlauem Satz oder ganz oldschool per Feuerzeichen; Ihr sagt uns warum wir zu euch kommen sollen und ladet euren Beitrag einfach auf https://www.facebook.com/socialwebmachtschule hoch. Sobald ihr euren Beitrag hochgeladen habt, nehmt ihr automatisch an der Verlosung teil.

Wer kein Facebook-Account besitzt, kann uns auch unter info@social-web-macht-schule.de eine Nachricht schicken oder die Kommentarfunktion auf unserer Webseite nutzen.

Wer gewinnt was?

Sagt euren Freunden, Bekannten, entfernten Verwandten Bescheid, denn der Beitrag, der am 21. September die meisten Likes hat, gewinnt unser Rund-um-Wohlfühl-Paket.

Feedback-Bogen

Wir verlosen ein komplettes Workshop-Sorglos-Paket bestehend aus einem 2 stündigen Elternabend, einer 2 stündigen Lehrerweiterbildung und einem ein- oder zweitägigen Schülerworkshop für eine Klassenstufe mit bis zu 3 Klassen. In den Veranstaltungen dreht sich alles um das Social Web. Wir reden also über WhatsApp, Instagram, Apps und Spiele, Privatsphäre und Datenschutz sowie das Thema Cybermobbing. Austragungsort wird zu einem Termin der Wahl (bei Einwilligung der Schulleitung) die Schule sein.

Alles klar? Dann ran an die Smartphones und kräftig Bilder schießen, Gründe sammeln und bis zum 21. September auf unserem Facebookprofil hochladen! Wir freuen uns auf eure Beiträge!

Noch ein Dank zum Schluss

Die Verlosung des Workshops wird durch das Engagement von enviaM ermöglicht. Vielen Dank!

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Und nochmal zum Nachlesen: SwmS_Pressemitteilung_Workshop Verlosung

Autor: Kristin Stritzke

8. September 2015 | Einmal zum Nachhören, bitte!

Vor einiger Zeit waren Marlene und ich live und in Farbe im coloradio zu hören.
Jetzt habe ich endlich den Beitrag zum Nachhören bekommen. Also wer noch nicht weiß wer wir sind oder was wir machen, kann gern mal reinhören!

Autor: Kristin Stritzke

31. August 2015 | Du willst uns? Du kriegst uns!

Die erste Schulwoche ist nun mehr vorbei. Wir haben den Schuljahresbeginn 2015/16 gebührend eingeleitet und waren bereits an der Evangelischen Hochschule in Hochkirch zu Gast sowie der Erich Viehweg Oberschule in Frankenberg. Vielen lieben Dank für die Gastfreundschaft!

Wie drei  Schülerinnen der Klasse 7 den Workshop fanden seht ihr hier:

Haben die charmanten Mädels euer Interesse geweckt?

Dann haben wir pünktlich zum neuen Schuljahr eine tolle Neuigkeit: Ihr wollt, dass Social Web macht Schule zu euch kommt? Dann kommt Social Web macht Schule auch zu euch. Gemeinsam mit enviaM verlosen wir einen Workshop in und um Chemnitz.

Wie könnt ihr teilnehmen?

Ob nun per Videobotschaft, selbstgemalten oder selbstgeschossenen Bild, per Sprachnachricht oder ganz oldschool per Feuerzeichen; Ihr sagt uns warum wir zu euch kommen sollen und ladet euren Beitrag einfach auf https://www.facebook.com/socialwebmachtschule hoch. Sobald ihr euren Beitrag hochgeladen habt, nehmt ihr automatisch an der Verlosung teil.

Wer kein Facebook-Account besitzt, kann uns auch unter info@social-web-macht-schule.de eine Nachricht schicken.

Teilnehmen können Lehrer, Schüler, Schulleiter oder Eltern einer Schule in und um Chemnitz.

Wer gewinnt was?

Sagt euren Freunden, Bekannten, entfernten Verwandten Bescheid, denn der Beitrag, der am 21. September die meisten Likes hat, gewinnt unser Rund-um-Wohlfühl-Paket.

Wir verlosen ein komplettes Workshop-Sorglos-Paket bestehend aus einem 2 stündigen Elternabend, einer 2 stündigen Lehrerweiterbildung und einem ein- oder zweitägigen Schülerworkshop für eine Klassenstufe mit bis zu 3 Klassen. In den Veranstaltungen dreht sich alles um das Social Web. Wir reden also über WhatsApp, Instagram, Apps und Spiele, Privatsphäre und Datenschutz sowie das Thema Cybermobbing. Austragungsort wird zu einem Termin der Wahl (bei Einwilligung der Schulleitung) die Schule sein.

Alles klar? Dann ran an die Smartphones und kräftig Bilder schießen, Gründe sammeln und bis zum 21. September auf unserem Facebookprofil hochladen! Wir freuen uns auf eure Beiträge!

Noch ein Dank zum Schluss

Die Verlosung des Workshops wird durch das Engagement von enviaM ermöglicht. Vielen Dank!

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Autor: Kristin Stritzke

13. August 2015 | Von Vorfreude, Ausblicken und einem großen Dankeschön

Nachdem wir das Schuljahr 2014/15 nun mehr gebührend betrachtet und besprochen haben, ist es an der Zeit für einen kleinen Ausblick ins Schuljahr 15/16. Wir haben einige Pläne für das neue Schuljahr geschmiedet, einige Überraschungen geplant und stehen in den Startlöchern um uns weiterhin für Medienbildung starkzumachen. Fangen wir mit einer wunderbaren Neuigkeit an:

Im Schuljahr 2015/16 wird enviaM sein Engagement für das Projekt ausweiten.

Erneut werden wir mit unserem Schüler-Workshop und dem Elternabend 4 Schulen im Augustusburger Land besuchen. Gleich nach den Sommerferien geht es mit Frankenberg los, danach werden wir in Eppendorf anzutreffen sein, es geht noch einmal nach Pockau-Lengefeld und nach Zschopau. Außerdem gibt es noch eine fünfte Schule, die enviaM unterstützen wird. Wenn du möchtest, dass Social Web macht Schule im neuen Schuljahr an deine Schule in und um Chemnitz kommt – dann bleib neugierig. Nach den Sommerferien wird der Startschuss für unsere Social-Web-macht-Schule-Workshop-Verlosung fallen.

Erich-Viehweg-Oberschule Frankenberg

Erich-Viehweg-Oberschule Frankenberg

Neben der Unterstützung im Augustusburger Land, werden sich unsere Trainer im kommenden Schuljahr nun auch in Südsachsen nach Herzenslust verfahren können – enviaM gibt auch hier 5 Schulen in und um den Vogtlandkreis die Möglichkeit ein Zeichen für ein faires und sicheres Netz zu setzen und das Projekt in ihre Klassen zu holen. Ihr habt Interesse? Dann könnt ihr jetzt schon auf uns zukommen! Schreibt uns unter info@social-web-macht-schule.de und reserviert euren Wunschtermin.

Was fehlt? Eine Menge weiterer Infos über all die Masterpläne, die wir sonst noch geschmiedet haben, aber auch:

Eine Antwort auf die Frage „Warum macht enviaM das überhaupt?“.

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Positive Aspekte Sozialer Medien (Augustusburg)

Dazu habe ich mich mit Frau Weiß (enviaM, Projektleiterin Schulengagement) unterhalten, die im vergangenen Jahr auch schon das schöne Pockau-Lengefeld gemeinsam mit Social Web macht Schule kennengelernt hat.

Frage: „Liebe Frau Weiß, warum engagiert sich enviaM in diesem Projekt?“

Frau Weiß: „Was passiert mit meinen Urlaubsbildern auf Facebook? Kenne ich eigentlich alle meine WhatsApp Kontakte? Was tue ich, wenn im Internet Lügen über mich verbreitet werden? Das sind nur ein paar der vielen Fragen, mit denen die Jugendlichen beim Projekt „Social Web macht Schule“ konfrontiert werden. enviaM weiß um die Brisanz des Themas und bringt es an Schulen in der Region. Das besondere der Initiative ist, dass sie sich nicht nur an die Schüler richtet, sondern auch an die Eltern und Lehrer.“

Frage: „Warum ist die Medienbildung für Schüler wichtig?“

Frau Weiß: „Im sich rasant entwickelnden Internet-Zeitalter fühlen sich besonders junge Menschen im Netz zu Hause. Über die sozialen Netzwerke sind sie miteinander verbunden, kommunizieren in Chatrooms. Aber nicht alle gehen verantwortungsvoll mit den eigenen Daten oder den Daten der anderen um. Fälle von Nötigungen häufen sich, und Cybermobbing ist längst ein ernstzunehmendes Thema.“

Frage: „Wer braucht denn nun eigentlich die Medienbildung? Schüler, die von ihrem Smartphone nicht mehr wegzukriegen sind? Oder doch Eltern, die ihr Smartphone nur zum Telefonieren benutzen? Oder vielleicht eher die Lehrer, die als Ansprechpartner für Schüler fungieren?“

Frau Weiß: „Es geht um alle Personengruppen. Eltern und Lehrer müssen sich enger zusammenschließen mit dem Ziel, die Kinder vor den Gefahren der sozialen Netzwerke zu schützen – aber auch die Vorteile des Internets zu nutzen. Und hier überzeugt „Social web macht Schule“, denn nicht nur die Schüler, sondern auch ihre Bezugspersonen – Lehrer und Eltern – werden einbezogen.“

Frage: „Frau Weiß, haben Sie einen Tipp oder Ratschlag für Schüler, die sich wegen Cybermobbing nicht mehr in die Schule trauen?“

Frau Weiß: „Helfer sollte es unbedingt geben, die den Gemobbten zur Seite stehen. Das können Eltern oder Verwandte sein, aber auch der Freundeskreis trägt Verantwortung. Miteinander reden und nach Lösungen suchen, das ist die Aufgabe. Doch oft fällt es den Cybermobbing-Opfern schwer, von ihren Sorgen zu berichten – sie ziehen sich zurück. Aber genau hier setzt das Projekt an.“

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Autor: Kristin Stritzke

5. August 2015 | „standen die Schüler […] auf und fingen an laut zu klatschen“ – Unsere Trainer blicken zurück

In unserem Projekt ist im vergangenen Schuljahr viel passiert – von neuen Konzepten über den Start unseres Kummerkastens oder erhellende Momente im Gespräch mit der Polizei.

Letztendlich hauchen vier ganz besondere Personen dem Projekt Leben ein: die Trainer. Antonia, Eugenia, Marlene und Jeanette stehen früh auf, nehmen lange Wege auf sich und müssen sich mit jeder Schule auf neue Schüler, neue Lehrer und neue Herausforderungen einstellen. Mein herzlichstes Dankeschön an das Engagement, die Nerven und die Hingabe unserer vier Mädels!

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Finde die Trainerin – Antonia an der August Bebel Oberschule Zschopau

Diesmal kommen sie zu Wort. „Was war die größte Herausforderung im vergangenen Schuljahr und welches das schönste Erlebnis?“, habe ich sie gefragt. Lest selbst:

Antonia:

„An der August-Bebel-Oberschule Zschopau erlebte ich meinen schönsten und schrecklichsten Moment im Schuljahr 2014/15. Als ich das erste Mal an der Schule war, kam ich leider viel zu spät. Ein kaputtes Navi, ein leerer Smartphoneakku und fehlende Umleitungsschilder sorgten für eine abenteuerliche Fahrt, die kein Ende nehmen wollte. Verzweifelt fuhr ich durch verlassene Waldstraßen und suchte den Weg nach Zschopau. Obwohl ich in Dresden extra zeitig losgefahren bin, musste ich mit dem Elternabend 15 Minuten später beginnen. Das war mir gegenüber den Lehrern und Eltern sehr unangenehm. Für die große Geduld, die die wartenden Eltern für mich aufbrachten, möchte ich mich herzlich bedanken.

Feedback aus Zschopau

Feedback aus Zschopau

Drei Monate später durfte ich den zweitägigen Schülerworkshop in Zschopau halten. Als ich mit dem Unterricht fertig war und mich von den Schülern verabschiedet hatte, standen die Schüler ohne die Aufforderung des Lehrers auf und fingen an laut zu klatschen. Dieser Moment hat mir mal wieder gezeigt, warum ich Trainerin bei Social Web macht Schule geworden bin.“

Marlene

„Denke ich an mein anstrengendes Erlebnis im vergangenen Schuljahr, so kommt mir das Regenbogengymnasium in Augustusburg in den Sinn. Am 2. Juni machte ich mich auf den Weg, um ca. 30 Eltern aufzuklären, jedoch entschied ich mich fataler Weise dafür, dem Navigationssystem über die Landstraße zu folgen anstatt meinen ursprünglich geplanten Weg über die Autobahn zu nehmen. Bis kurz vor Augustusburg lief alles super, ich genoss die schöne Landschaft und lag, da ich überpünktlich in Dresden losgefahren war, mehr als gut in der Zeit. Eine Straßensperrung machte mir dann jedoch einen Strich durch die Rechnung und es folgte eine abenteuerliche Irrfahrt durchs Augustusburger Land. Nachdem ich schon einige Minuten zu spät war, folgte ich der Anweisung freundlicher Anwohner und fand über unbefestigte Schleichwege endlich den richtigen Weg. Endlich angekommen, nahm das Übel aber weiterhin seinen Lauf, denn ich zog mir in der ganzen Hektik eine tiefe Schnittwunde am Finger zu, die ziemlich blutete. Nachdem mich Frau Mann, die Schulleiterin, provisorisch verarztete, trat ich völlig abgehetzt vor die erwartungsvoll dreinblickenden Eltern und Lehrer, die bereits 20 Minuten auf mich warten mussten. Irgendwie schaffte ich es jedoch mich zu sammeln, alle noch vorhandenen Kräfte zu bündeln und einen guten Vortrag zu halten, der den Erwartungen der Anwesenden gerecht wurde und für das Warten entschädigte. Im nachhinein finde ich es zwar immer noch schade, dass der Elternabend nicht optimal gelaufen ist, aber manchmal kann man gewisse Störfaktoren eben nicht beeinflussen. Danke an die Schulleitung, die diesbezüglich Verständnis zeigte! Für mich persönlich war der Abend eine Grenzerfahrung, aus der ich mit Sicherheit einiges gelernt habe.

Plakaterstellung Augustusburg

Plakaterstellung Augustusburg

Das schönste Erlebnis lässt sich hingegen nicht so einfach bestimmen.

Vermutlich liegt es daran, dass es für mich die stetigen kleinen Freuden sind, die meine Tätigkeit im Projekt versüßen, z.B. das Sichten der Feedback-Bögen, die nicht selten mit witzigen oder herzergreifenden Kommentaren gefüllt werden, Schüler und Schülerinnen, die unsere Talkshow-Methode mit grandiosen Schauspielambitionen bereichern oder Schüler, die trotz geringer Deutschkenntnisse aktiv mitarbeiten und bei der Plakatvorstellung mehr Mut beweisen als ihre Mitschüler ohne Migrationshintergrund.

Jede Klasse, jeder Workshop ist einzigartig und irgendwie ist es immer wieder ein besonderes und spannendes Erlebnis, sich auf die jeweils neue Situation einzulassen.“

Jeanette

„Wenn ich an das letzte Jahr Social Web mach Schule zurückdenke, dann fällt mir vor allem auf, welche Entwicklung das Projekt vollzogen hat. Zwischen meinem ersten Workshop und heute hat sich einiges getan: jedes Mal, wenn ich eine Klasse verlasse, habe ich das Gefühl, voranzukommen und Ideen zu haben, die den Workshop weiter verbessern. Ich erinnere mich an einen sehr erfolgreichen Schülerworkshop den ich nach der kompletten Überarbeitung des Konzeptes leitete – unsere Ideen gingen auf, den Schülern machte es Spaß und das gemeinsame Arbeiten viel leichter. Das motiviert!
Ansonsten sind es sicherlich die kleinen Momente, die Freude bringen: wenn sich ein sonst stiller Schüler sehr aktiv in den Projekttagen zeigt, in der Gruppenarbeit wirklich ernsthaft über die Gefühle eines Mobbingopfers diskutiert wird oder die Schüler in der Pause zum Quatschen an meinen Tisch kommen. Das Wichtigste für mich ist es, die Schüler zu erreichen. Wenn das klappt, dann läuft der ganze Workshop bedeutend flüssiger; wenn nicht, überlegen wir uns im Team, was wir noch besser machen könne. So entwickeln und treiben wir unser Konzept ständig voran.
Das nächste Jahr SWmS wird sicherlich genau so ereignisreich, wie das letzte!“

Eugenia

„Mein zweifellos anstrengendstes Erlebnis bei SWmS war der Workshop in Frankenberg im Februar. Bei dem ersten Workshop, den ich alleine durchgeführt habe, haben mir die Rahmenbedingungen das Leben erschwert. Denn genau an den zwei Tagen, an denen wir unterwegs waren, sanken die Temperaturen auf -5 und -10° C und es hat geschneit, geschneit und noch mehr geschneit. Das bedeutet: noch bevor der Workshop losging, musste ich mich mit dem Auto durch Schneeberge und Glatteis kämpfen. Dennoch habe ich den Workshop (und den dazugehörigen Elternabend) erfolgreich hinter mich gebracht. Als ich dann nach dem Elternabend in pechschwarzer Nacht, über enge und vereiste Straßen durch Nebel fuhr, habe ich mich kurzzeitig gefragt, ob ich den nächsten Tag noch sehen würde. Wie man sieht, bin ich sicher in Dresden angekommen, und bin auch unglaublich stolz auf mich. Jetzt macht mir kein Wetter mehr Angst!

Doch selbst dieses einschneidende Erlebnis kann meine Erfolgsmomente im Projekt nicht überschatten.

Feedback an Eugenia in Zschopau

Feedback an Eugenia in Zschopau

Einer davon war in Zschopau: Am zweiten Workshop-Tag ist leider die Klassenlehrerin meiner Klasse ausgefallen. Obwohl Vertretungslehrer anwesend waren, gestaltete sich der Tag herausfordernd. Mir sind zwei eher zurückhaltende Schülerinnen aufgefallen, die ich schlecht einschätzen konnte. Leider hatte ich keine Zeit mich verstärkt um sie zu kümmern. Deswegen war ich etwas besorgt, als sie nach dem Abschluss des Workshops, nachdem die meisten anderen Schüler schon aus der Klasse verschwunden waren, noch einmal zu mir kamen. Umso überraschter war ich, als sie sich bei mir für den Workshop bedankten, mir erzählten, wie sehr ihnen die zwei Tage gefallen hatten und uns einluden, wiederzukommen. Das Grinsen war an dem Tag nicht mehr aus meinem Gesicht wegzudenken.“

 

 

Autor: Kristin Stritzke