30. Oktober 2014 | Schlaglicht: Cyber-Mobbing

Cyber-Mobbing ist eine ernstzunehmende Gefahr, die die geistige und körperliche Gesundheit der Kinder beeinträchtigen und sie für ihr Leben prägen kann.

Opfer von Cyber-Mobbing

Laut einer Umfrage der Techniker Krankenkasse von 2011 waren 32% aller SchülerInnen bereits Opfer von Cyber-Mobbing. Bei eigenen Umfragen in einer siebten Klasse haben 20% der SchülerInnen zugegeben selbst schon einmal gemobbt zu haben.

Vor Kurzem haben wir die Umfrage wiederholt. Diesmal allerdings in einer sechsten Klasse. Von 38 SchülerInnen, haben dabei 11 angegeben selbst schon gemobbt worden zu sein, 7 haben selbst schon gemobbt und bei 17 befragten SchülerInnen worden Freunde bereits im Internet angegriffen.

Problematisch beim Cyber-Mobbing ist gerade die eine Eigenschaft, die wir an unseren Handys, Tablets und Laptops derart schätzen: örtliche und zeitliche Flexibilität und Freiheit. Das Smartphone ist immer mit dabei. Ob es nun darum geht Bilder aufzunehmen, Nachrichten abzurufen oder sich den Spielplan des nächstgelegenen Kinos anzuschauen; Das Handy ist der ideale Begleiter geworden. Das bedeutet leider auch, dass Anfeindungen, Beleidigungen und Hasstiraden nicht mehr “nur” auf dem Schulhof ausgetauscht werden und nicht mehr nur in der Pause. Überall wo wir unsere schlauen Geräte mit hinnehmen, nehmen wir unter Umständen auch die negativen Kommunikationen mit. Der Schutzraum “zu Hause”, in den sich SchülerInnen früher zurückziehen konnten, existiert nicht mehr. So hat man nicht nur sein Handy überall und immer mit dabei, sondern auch die Beschimpfungen, Witze oder peinlichen Bilder, die sich dann rasend schnell ausbreiten können.

Pro Juventute - Stopp Cyber-Mobbing Kampagne von Pro Juventute (CC BY 2.0)

Cyber-Mobbing ist für die Betroffenen eine große Belastung und deswegen freuen wir uns vom Team “Social Web macht Schule” über jeden Schüler-Workshop, jede Lehrerveranstaltung und jeden Elternabend, in dem wir diese virtuelle, aber dennoch sehr reale, Bedrohung ansprechen können, um damit einen Beitrag zu einem gewaltfreien und fairen Miteinander zu leisten!

In diesem Sinne bedanken wir uns bei der Heinrich-von-Trebra-Oberschule in Marienberg, allen Lehrern, Eltern und Schülern für Ihre Gastfreundschaft! Einen schönen Beitrag über das Projekt in Marienberg hat das Mittel-Erzgebirgs-Fernsehen vor Kurzem zur Verfügung gestellt (Wochenrückblick 24. Oktober 2014, ab Minute 15:30, online verfügbar unter: http://www.mef-line.de/mediathek.html). Auch der “Blick” hat berichtet.

Wir freuen uns auf eine spannende Woche an der Martin-Andersen-Nexö-Oberschule in Zschopau und der Oberschule Pockau-Lengefeld.

 

 

 

Autor: Kristin Stritzke

17. September 2014 | Von Frankenberg nach Eppendorf – Das Regionalmagazin ist mit dabei

Nach spannenden Erfahrungen mit Schülern, Lehrern und Eltern gibt es im Projekt Social Web macht Schule spannende Ergebnisse zu vermelden! Angefangen bei einem wirklich schönen Beitrag vom KabelJournal in seinem Regionalmagazin Flöha/Frankenberg/Hainichen.

Der Schülerworkshop in Eppendorf hat am letzten Donnerstag mit der Unterzeichnung der Anti-Cyber-Mobbing-Vereinbarung geendet. Dazu haben die SchülerInnen gemeinsam Regeln und Wünsche, die den Umgang miteinander betreffen, niedergeschrieben und diese unterschrieben. Wir hoffen, dass die Anti-Cyber-Mobbing-Vereinbarung einen schönen Platz im Klassenraum gefunden hat.

Anti-Cyber-Mobbing Vereinbarung der Klasse 8a

Auch die Einschätzungen der Klasse zum Workshop haben uns sehr erfreut. Neben „cool“, „gut“, „viel gelernt“, wurde auch eine Kritik angebracht; „Das es besser organisiert wird“.
Wir vom Projekt „Social Web macht Schule“ nehmen unsere Arbeit sehr ernst und geben unser Möglichstes, um einen reibungslosen Ablauf sicherzustellen. Leider bringt der Technikeinsatz immer auch einen Moment der Überraschung mit sich: Funktionieren die Rechner in den Computerkabinetten? Sind alle Portale (Facebook, Youtube, etc.) freigeschaltet? Verfügen die Rechner über die notwendigen Programme? Auch wenn wir uns im Vorfeld immer wieder mit den Schulen in Verbindung setzen, um mögliche technische Probleme frühzeitig zu erkennen, am Ende heißt es doch leider noch zu oft: Mensch vs. Maschine. Zu unserem Plan B, wird sich demnächst noch ein Plan C gesellen, damit unser Workshop am Ende alle Strapazen bra­vu­rös meistert – egal ob Linux, Microsoft, Office 2003 oder doch 1997, mit Flash-Playern, ohne Flash-Player, usw. usw.

Workshop-Auswertung
Autor: Kristin Stritzke

10. September 2014 | “Super” sagen Schüler, Lehrer und sogar die Schulleiterin der Oberschule Frankenberg

Anfang September fiel nach den Sommerferien der Startschuss für das TrainerInnen-Team des Projekts „Social Web macht Schule“. Die Erich-Viehweg-Oberschule in Frankenberg trat mit drei  7. Klassen und einem Elternabend an und die Heiner-Müller-Schule in Eppendorf mit zwei 8. Klassen und einer Lehrerweiterbildung.

Neben einer positiven Resonanz der regionalen Medien (u.a. der „Freien Presse“ und dem „Blick“), haben für uns vor allem die Reaktionen der SchülerInnen die Workshop-Tage zu einem echten Erfolgserlebnis gemacht. Das Feedback der SchülerInnen hat uns sehr gefreut!

 

Feedback der Teilnehmenden des Schüler-Workshop

 

Ob nun im Klassenraum oder im Computer-Kabinett – in Einzel-, Partner- und Gruppenarbeiten haben die SchülerInnen interessante Ergebnisse produziert und ihr Wissen im Bereich Datenschutz, Privatsphäre und Cyber-Mobbing vertiefen können. Wie man auf dem Plakat “Pro Social Web” sieht, sind die SchülerInnen mit Kreativität den Herausforderungen des Social Web begegnet. Neben den positiven Aspekten und den Risiken des Social Web, wurde hitzig über Facebook und WhatsApp diskutiert und vor allem das Thema Cyber-Mobbing ausführlich von allen Seiten, in allen Variationen und aus allen Blickwinkeln betrachtet – um sich letztendlich mit einer Anti-Cyber-Mobbing-Vereinbarung gegen Ausgrenzung, Beleidigungen und unfaires Verhalten auszusprechen.

 

Plakat “Pro Social Web”

 

Aber auch das TrainerInnen-Team lernt ständig dazu. Schließlich entwickelt sich das Thema Social Web kontinuierlich weiter und damit die  Gefahren, aber auch die Möglichkeiten der virtuellen Welt. Brandneu sind beispielsweise die vereinfachten und verbesserten Privatsphäre Einstellungsmöglichkeiten bei Facebook.  Leider wird uns bei dem Besuch in den Klassen auch mehr und mehr bewusst wie brisant das Thema Cyber-Mobbing für die SchülerInnen und deren Lebenswirklichkeit tatsächlich ist.

Ausgelernt hat also im Bereich Social Web noch keiner. Ein Grund mehr verstärkt diese aktuellen Themen den SchülerInnen nahezubringen – bevor etwas passiert!

Autor: Kristin Stritzke

15. Juli 2014 | Schüler-, Lehrer- und Elternworkshops im Augustusburger Land

Das Thema “Social Media” ist schnelllebig. Wir konnten erkennen, dass Facebook innerhalb der Gruppe der 13/14-Jährigen stark an Bedeutung verliert. Nachdem SchülerVZ und SchülerCC ihre Portale abgestellt hatten, war Facebook das virtuelle Kommunikationstoll Nr. 1 geworden. Diese Führungsposition hat unseren Erfahrungen zufolge “Whatsapp” übernommen, was direkte Auswirkungen auf das Phänomen Cyber-Mobbing hat. Cyber-Mobbing kann über dieses Medium noch direkter in die Social Community hineinwirken; ausgrenzende Filme, Fotos, Audioaufnahmen und Textnachrichten können so schnell wie nie in entsprechenden Gruppen gestreut werden.

In unseren Veranstaltungen für Schüler, Eltern und Lehrer klären wir unter anderem darüber auf, wie mit Cyber-Mobbing umgegangen werden kann.

Doch erstmal ist das Schuljahr vorüber. Die Sommerferien sind fast da. Wir wünschen allen erholsame Wochen! Ab Ende August sind wir zurück und starten im Augustusburger Land in die neue Saison. Wir danken EnviaM für Ihre Unterstützung unserer Arbeit in der Region.

Autor: Kristin Stritzke

24. Juni 2014 | Nächster Schultermin steht…

Noch vor Ferienbeginn werden wir am 10. und 11. Juli an der Marie Curie Mittelschule in Dohna mit zwei 7. Klassen zum Thema “Umgang mit dem Social Web” sowie zum Schwerpunktthema “Cyber-Mobbing” arbeiten.

Am 15. Juli folgt ein Elternabend, in dem wir über diesen so wichtigen Teil der Lebenswelt heutiger Kinder und Jugendlicher aufklären möchten.

An dieser Stelle außerdem wieder ein kleines Schmankerl: Der verlinkte Spot “Wo lebst du?” wurde im Rahmen der EU-weiten Internet-Initiative “klick safe” entwickelt, macht auf das Phänomen Internetsucht aufmerksam und fragt nach der Gewichtung von realem und virtuellem Leben und Erleben.

Autor: Kristin Stritzke

5. Juni 2014 | “Social Web macht Schule” geht in die nächste Runde

Das Schuljahr nähert sich in großen Schritten dem Ende. Wir arbeiten derweil an der Aktualisierung der Konzepte für unsere SchülerInnen-Workshops sowie die Fortbildungen für LehrerInnen und Eltern. Ab dem neuen Schuljahr stehen wir Ihnen wieder voll zur Verfügung. Bei Anfragen nutzen Sie gerne das Anmeldeformular, das Sie unter “Projekt” finden können. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit!

Anbei zur Information die wohl aktuellste deutschsprachige Studie unter anderem zu den Themen Internetnutzung und Cybermobbing bei Jugendlichen: JIM 2013, Basisstudie zum Medienumgang 12- bis 19-Jähriger in Deutschland, Hrsg. Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest.

 

Autor: Kristin Stritzke

30. Mai 2013 | Sponsoren für “Social Web macht Schule” gesucht

Viele Kinder und Jugendliche geben in sozialen Netzwerken ihre persönlichen Daten an und teilen Fotos von sich, ohne sich der weitreichenden Folgen bewusst zu sein. Wenn dann noch die Privatsphäreeinstellungen bei facebook & Co. nicht sorgfältig gewählt sind oder ein virtueller “Freund” einmal nicht mehr wohlgesonnen ist, gelangen solche privaten Informationen schnell an eine breite Öffentlichkeit und können im schlimmsten Fall für Cyber-Mobbing oder Cyber-Grooming verwendet werden. Aktuelle Zahlen liefert auch die Studie vom Bündnis gegen Cyber-Mobbing. Die Studie, die bundesweit unter 9350 Schülern, Eltern und Lehrern durchgeführt wurde, gibt unter anderem an, dass statistisch betrachtet rund jeder sechste Schüler Opfer von Cyber-Mobbing ist. In der Altersgruppe der 14-16 Jährigen ist es sogar jeder fünfte. Die jüngsten Opfer besuchen noch die Grundschule.

Seit 2011 führt die queo group aus Dresden ihr Aufklärungsprojekt „Social Web macht Schule“ für Kinder, Eltern und Lehrer zum sicheren Umgang mit sozialen Netzwerken und für mehr Medienkompetenz durch. Die Berater von queo gehen dabei zusammen mit Medienanwälten in ausgewählte Schulen im Raum Dresden. Was anfänglich von den Geschäftsführern und Firmengründern initiiert wurde, nimmt nun immer größere Formen an. Dominik Bock von queo: „Anstoß für unser Projekt waren teilweise die Erfahrungen mit den eigenen Kindern, allerdings auch die Erkenntnis, dass viele Eltern sich zu wenig oder einseitig mit dem Thema auseinandersetzen und die Lehrer für Hilfestellung sehr offen sind. Das Feedback der Schulen nach einer gewissen Startphase zeigt: es ist bitter nötig, die Reihe „Social Web macht Schule“ als reguläres Angebot zu installieren und mit kontinuierlichen Workshops und Weiterbildungen zu verbinden.“ Um das Projekt nach den Pilotphasen weiterführen zu können, ist queo auf der Suche nach Sponsoren. Zahlreiche Nachfragen von Schulen aus ganz Deutschland haben gezeigt, wie groß das Interesse ist. Um jedoch in allen Bundesländern erfolgreich mediale Kompetenz in die Schulen zu bringen, braucht es Nachhaltigkeit und Partner, die dem Projekt zu einer mittel- bis langfristigen Planung verhelfen. Interessenten für die Region Sachsen und für eine bundesweite Aktion senden ihre Anfrage bitte an Frau Anja Schulze (a.schulze@queo-group.com).

Termine:

Die nächsten Workshops finden am 3. und 4. Juni 2013 in zwei 7. Klassen der Marie-Curie-Mittelschule in Dohna statt.

Autor: Kristin Stritzke

26. April 2012 | Kinder gehen leichtfertig mit ihren persönlichen Daten im Netz um

Das hat eine Studie der London School of Economics im Auftrag der EU ergeben. Viele Kids im Alter von 9 bis 12 Jahren geben in sozialen Netzwerken wie SchuelerVZ oder SchuelerCC ihre private Telefonnumer an, ihre Adresse oder den Namen ihrer Schule an, ohne sich der möglichen Folgen bewusst zu sein.

Wenn dann noch die Privatsphäreeinstellungen nicht richtig gesetzt sind, oder ein “Freund” einmal nicht mehr wohlgesonnen ist, gelangen solche privaten Informationen ganz schnell an die Öffentlichkeit und können im schlimmsten Fall für Cyber-Mobbing oder Cyber-Grooming verwendet werden.

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Autor: Jan Pötzscher

8. März 2012 | Fake Profile auf Facebook

Leider wird darüber recht wenig berichtet, obwohl die Anzahl der Spam- und Fake-Accounts gefühlt sehr stark zugenommen hat.

Allfacebook.de hat nun eine interessante Rechnung aufgemacht. 5-6% aller Accounts auf Facebook sind Fake-Accounts! Ich hätte diese Quote allerdings deutlich höher erwartet. Damit sind dann in Deutschland von ca. 23 Millionen angemeldeter Accounts immerhin fast 1,3 Millionen nicht echt. Was heißt nun, nicht echt? (weiterlesen…)

Autor: Jan Pötzscher

5. März 2012 | Die Chronik für Fan Pages auf Facebook

Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, sollen alle Facebook-Nutzer nach und nach die neue Chronik bekommen. Nun gibt es das neue Design (Chronik/Timeline) auch für die Fan Pages. Im Folgenden möchte ich euch kurz auf die neuen Funktionen der neuen Fan Pages aufmerksam machen.

Das Design der neuen Facebook Fan Pages ist fast identisch wie das der eigenen Chronik aufgebaut, mit ein paar wenigen Unterschieden in der Anordnung von Beiträgen und Funktionen.

Das neue Design

Die einzelnen Reiter/Tabs (Videos, Fotos, Veranstaltungen, usw.), die bei dem alten Design noch links untereinander stehen, findet ihr jetzt mittig unter dem großen Titelbild. (weiterlesen…)

Autor: Jan Pötzscher