23. January 2015 | Safer Internet Day 2015 – Social Web macht Schule ist dabei

Am 10. Februar 2015 findet der alljährliche Safer Internet Day statt und dieses Jahr haben wir uns im Projekt etwas ganz besonderes einfallen lassen.

Am 10. Februar werden wir offiziell und feierlich Teil der Facebook Community, um interessierte Eltern, LehrerInnen und SchülerInnen regelmäßig mit aktuellen Informationen zum Social Web auf dem Laufenden zu halten.

Während unserer Arbeit an Schulen haben wir miterleben müssen wie SchülerInnen unter Cybermobbing leiden – das wollen wir ändern. Via WhatsApp wird beleidigt, beschimpft und ausgegrenzt – und oft genug trauen sich die Betroffenen nicht Hilfe in Anspruch zu nehmen. Aus diesem Grund werden wir Jugendlichen ab dem 10. Februar 2015 eine virtuelle Anlaufstelle bei Problemen bieten. Das Projekt “Social Web macht Schule” wird SchülerInnen per WhatsApp mit Rat und Tat zur Seite stehen. Wir beantworten Fragen rund um Handlungsoptionen im Fall von Cybermobbing und vermitteln weiterführende Hilfe. Als Zeugen können wir zu beleidigenden Gruppenchats hinzugefügt werden, die Dokumentation des Cybermobbing unterstützen und gegebenenfalls deeskalieren.

Über unsere Aktion könnt ihr euch hier informieren.

Weitere Aktionen rund um den Safer Internet Day findet man hier.

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Autor: Kristin Stritzke

22. January 2015 | Social Web macht Schule an der 36. Oberschule – ein Feedback

Nachdem die Trainerin Marlene Jakob aus dem Projekt “Social Web macht Schule” aus dem Leben eines Trainers berichtete, freue ich mich heute das Wort an Frau Lehmann der 36. Oberschule weitergeben zu können. Ich bedanke mich für Ihre Unterstützung und Ihr Feedback!

Wir bedauern, dass wir in der Kürze der Zeit keine alternativen Finanzierungsmöglichkeiten für die 36. Oberschule finden konnten. Auch wenn “Social Web macht Schule” ein Projekt der queo GmbH ist, kann queo neben der Projektadministration (Konzepterstellung, -aktualisierung, Trainereinarbeitung, -ausbildung, -weiterbildung, Öffentlichkeitsarbeit, Sponsorensuche, und und und) die Durchführungskosten nicht tragen – auch wenn es dies gern täte. Aus diesem Grund sind wir stets bemüht gemeinsam mit den Schulen ein Finanzierungskonzept zu erarbeiten, bzw. für Schulen auf Sponsorensuche zu gehen. So konnten wir die Finanzierung von 9 Schulen im Augustusburger Land mit Hilfe von enviaM, den Stadtwerken Marienberg und Olbernhau sicherstellen. Wir hoffen interessierten Schulen auch in Zukunft bequeme Lösungen anbieten zu können und freuen uns auch weiterhin über ein solches Engagement, wie von Frau Lehmann an der 36. Oberschule gezeigt – solange keine staatliche Förderung in Aussicht ist.

“Für unsere Projektwoche im Dezember konnten wir „ Social Web macht Schule“ als Partner gewinnen.

Das Thema soziale Netzwerke besitzt hohe Aktualität bei unseren Schülern, deshalb entschlossen sich die Klassenlehrer der 7. Klassen dies zum Schwerpunkt der Projektwoche zu machen.

 Die Projektleiterin Frau Stritzke unterstützte uns in der Entscheidungsfindung engagiert und kompetent. Während einer Lehrerkonferenz brachte sie uns sehr anschaulich die Schwerpunkte der zwei Projekttage näher.

 Innerhalb von zwei Schultagen konnten sich unsere Schüler sehr lebensnah mit den Möglichkeiten und Gefahren sozialer Medien auseinandersetzen. Sie wurden besonders durch vielfältige Methoden, interessante Filme und die Einbeziehung ihrer eigenen Erfahrungen angesprochen. Die Auseinandersetzung mit theoretischen Informationen fiel allerdings einigen sehr schwer, so dass der Spannungsbogen etwas abfiel.

Besonders erfolgreich verlief der Tag zum Thema Cybermobbing. Alle Schüler stimmten für die Erarbeitung einer Antimobbingvereinbarung. Mit viel Begeisterung beteiligten sich die Schüler an der Ideenfindung. Das Ergebnis zeigt eindeutig: „Wir sind gegen jede Art von Mobbing!“.

 Es ist sehr schade, dass diese Projektidee, die auf Eigeninitiative der „queo-GmbH“ ins Leben gerufen wurde, nicht staatlich gefördert wird. Unsere Schule konnte das Projekt nur realisieren, weil die Schüler einen finanziellen Beitrag leisteten und der Hauptteil vom Lehrerteam Gewaltprävention gesponsert wurde.”

 A. Lehmann, 36. Oberschule Dresden

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Autor: Kristin Stritzke

8. January 2015 | Ein Tag im Leben eines Trainers

Auf dem queoblog gab es einen interessanten Einblick aus dem Leben eines SWmS-Trainers, der an dieser Stelle natürlich nicht fehlen darf. Das Projekt “Social Web macht Schule” ist eine Inititaitve der queo GmbH.

Als Familienvater hat Dominik Bock 2011 die Notwendigkeit für eine Präventionsveranstaltung im Bereich Soziale Medien erkannt und gemeinsam mit der Anwaltskanzlei Arnold und dem Social Media Experten Jan Pötzscher das Projekt “Social Web macht Schule” ins Leben gerufen.

Für das Projekt “Social Web macht Schule” gehen unsere Trainer regelmäßig an Schulen, arbeiten mit Schülern, Lehrern und Eltern. Das ist soweit klar. Wie sich die Arbeit eines Trainers im Projekt allerdings genau gestaltet, hat Marlene Jakob für uns einmal zusammengefasst.

Ein Tag im Leben eines SWmS-Trainers

Der frühe Vogel…

Der Tag beginnt noch vor Sonnenaufgang, als mich mein Wecker gegen 5 Uhr unsanft aus dem Schlaf reißt. Normalerweise würde ich einige Male die Schlummertaste betätigen, bevor ich langsam aufstehe, um ganz in Ruhe mein tägliches Morgenritual abzuhalten, heute jedoch muss es schnell gehen. Drei Schulklassen aus dem Erzgebirgskreis warten darauf, im Rahmen des Projektes Social Web macht Schule über die bewusste, selbstverantwortliche und sichere Nutzung von Social Media aufgeklärt zu werden. Also ab ins Bad, ein paar Brote geschmiert, Unterlagen eingepackt und den noch viel zu heißen Kaffee heruntergespült, schon verlasse ich das Haus. Es sind wenig Menschen auf den immer noch dunklen Straßen Dresdens unterwegs, am Treffpunkt jedoch werde ich bereits von meinen KollegInnen erwartet.

Im Auto liegt wieder eine gewisse Spannung in der Luft, denn jede Schule ist anders, keine Klasse gleicht der anderen und auch wir TrainerInnen wachsen mit jedem Workshop an unseren pädagogischen Erfahrungen.Was wird uns wohl heute erwarten? Wie wird die Klasse sein, wie die Unterstützung durch die anwesenden Lehrkräfte? Entspricht der Workshop den Erwartungen der SchülerInnen, sind sie interessiert und motiviert oder wird viel Kraft nötig sein, Interesse und Motivation erst hervorzurufen? Und was könnte uns dabei vielleicht wieder an unsere Grenzen und darüber hinaus bringen? Nachdem Erwartungen ausgetauscht, Hoffnungen und Ängste geteilt und letzte Tipps gegeben wurden, wird es langsam still auf der Rückbank. Es ist einfach zu früh und im Fahrtrhythmus macht sich die kurze Nacht bemerkbar.

Anleiten statt vorgeben

Einmal in der Schule angekommen, vergeht der Tag für uns Trainer wie im Flug. Materialien vorbereiten, sich mit der Präsentationstechnik vorort vertraut machen, dann verkündet die Schulklingel den Beginn des zweitägigen Workshops. Erwartungsvolle Augen blicken mich an. Meiner Müdigkeit ist einem hellwachen Bewusstseinszustand gewichen, ganze fünf Unterrichtsstunden lang bin ich nun höchst aktiv. Die ersten Minuten verbringe ich damit, die SchülerInnen kennenzulernen, das Programm des Workshops vorzustellen und die Erwartungen der SchülerInnen an den Workshop und an den Umgang miteinander abzustecken. Ist die Basis für ein respektvolles Miteinander geschaffen, steigen wir inhaltlich ein und setzen und mit Thematiken rund um Social Media, Datenschutz, Privatssphäre auseinander. Ich versuche den SchülerInnen zu vermitteln, dass das Internet Potentiale und Gefahren gleichermaßen in sich trägt und dass jeder selbst verantwortlich dafür ist, wie viel er von sich preis gibt. Das Internet vergisst nicht, lautet die Devise. Bildrechte und Privatsphäre-Einstellungen in sozialen Netzwerken kommen hier ebenso zur Sprache wie allgemeine Verhaltensregeln in der Kommunikation mit Unbekannten.

Gemäß der Charakteristik eines Workshops, der intensiven Auseinandersetzung einer Gruppe mit einem bestimmten Thema unter Anleitung durch einen Trainer, wird dabei versucht, den klassischen Frontalunterricht zu vermeiden. Stattdessen arbeiten wir mit Videos, in Kleingruppen, am Computer oder nähern uns einem Thema spielerisch an, zum Beispiel durch das Lösen eines Quiz am ersten Tag oder durch eine Standbildübung und „Talkshow“ am zweiten Tag. Je nach Reifegrad der Schüler und deren Vorerfahrungen in sozialen Netzwerken, wird das Konzept angepasst. Als Trainer entwickelt man schnell ein Gefühl dafür, welche Aufgaben zu der jeweiligen Klasse passen und kann situationsbedingt auf die Fähigkeiten und Bedürfnisse der SchülerInnen reagieren.

Nach dem Workshop ist vor dem Workshop

Sind die SchülerInnen nach der letzten Stunde aus dem Klassenzimmer gestürmt und die Materialien zusammengepackt, spüre ich schnell die geistige und körperliche Erschöpfung. Mit dem Absinken des Aktivitätsniveaus, kehrt auch die Müdigkeit zurück. Ich bin froh, als ich wieder im Auto sitze und meine Erfahrungen mit den anderen TrainerInnen teilen kann. Auf dem Heimweg gehe ich das Feedback durch, um das ich die SchülerInnen in den letzten Minuten gebeten hatte. Dieses ist für mich eine wichtige Grundlage für den zweiten Workshoptag, der auf dem heutigen Tag aufbaut und die gewonnenen Erkenntnisse auf die Thematik Cybermobbing fokussiert. Fast jeder Jugendliche ist schon einmal mit (Cyber-)Mobbing in Berührung geraten, daher ist der zweite Workshoptag für die meisten Schulklassen besonders interessant. Ich werde versuchen, die SchülerInnen für die verschiedenen Rollen im (Cyber-)Mobbinggefüge zu sensibilisieren und vor allem darüber zu informieren, wie man sich gegen Cybermobbing stark machen und schützen kann.

Doch heute ist erst einmal entspannen angesagt. Man kann es nicht leugnen, das Trainerdasein ist anstrengend. Dennoch verlässt man die Schule nie ohne das angenehme Gefühl etwas Gutes vollbracht zu haben. Bekommt man dann noch ein positives Feedback von der Klasse, sind alle Mühen fast vergessen.

Marlene Jakob

Autor: Kristin Stritzke

5. January 2015 | Mit guten Vorsätzen ins Jahr 2015

Nachdem wir im letzten Jahr viel zu tun hatten und wertvolle Erfahrungen an acht Schulen sammeln durften, heißt es im Januar und Februar für das Projekt “Social Web macht Schule”: Erfahrungen sortieren, reflektieren und nutzen.

Wir sehen uns im Projekt mit verschiedenen Herausforderungen konfrontiert. Zum Einen haben wir eine heterogene Zielgruppe; Wir unterrichten in allen Schularten die Klassenstufen 5-8. Jede Klasse ist anders und vor allem jede Klasse ist unterschiedlich fit im Bereich Datenschutz und Privatsphäre. Zum Anderen bewegen wir uns in einem extrem schnelllebigen Bereich. Vorgestern war es noch studiVZ, gestern Facebook und heute WhatsApp. Ständig werden Datenschutzrichtlinien aktualisiert, Updates auf den Markt gebracht und neue Sicherheitslücken aufgedeckt.

Mit all diesen Herausforderungen sehen wir uns nicht nur seitens der SchülerInnen konfrontiert, sondern gleichzeitig auch der Eltern und der LehrerInnen.

Man kann also sagen: Es wird nie langweilig. Es gibt immer noch etwas zu verbessern, zu verändern, anzupassen, zu optimieren und generell zielgruppenspezifischer zu konzipieren.

Für das Neue Jahr stellen wir uns (wieder) eben diesen Herausforderungen. Los gehts mit einem Team-Treff, zu dem die Social Web macht Schule TrainerInnen das Wort erhalten. Gemeinsam werden wir Schwachstellen unserer bisherigen Arbeit analysieren und mit neuen Ideen begegnen.

Außerdem wollen wir neue Schulen akquirieren, um die Aufklärung im Bereich Neue Medien weiter voranzutreiben. Denn wie ein kurzer Bericht des ARD zeigt, ist und bleibt Cyber-Mobbing ein ernstzunehmendes Problem.

Mobbing im Internet – Medienscouts helfen Schülern von ARD

In dem Beitrag des ARD wird eine weitere Herausforderung in Verbindung mit den Medienscouts angesprochen: Nachhaltigkeit. Wir alle haben einst die Schulbank gedrückt und können trotzdem das Phänomen des Dativ nicht erklären oder angeben wann der 30-Jährige Krieg begonnen hat. Die Frage nach der dauerhaften Verankerung des Wissens, der tatsächlichen Veränderung der Gewohnheiten der SchülerInnen hinsichtlich ihrer Mediennutzung, beschäftigt uns im Neuen Jahr ebenfalls.

2015 dreht sich für Social Web macht Schule also nicht um mehr Sport oder gesündere Ernährung, sondern um Schüler-, Lehrer- und Elternzentrierte Inhalte, die begeistern und auf diesem Wege in den Köpfen bleiben. Es geht um mehr Qualität, aber auch eine steigende Quantität. Wer uns bei unseren Neujahresvorsätzen unterstützen will, kann uns einfach eine Nachricht schreiben.

Social Web macht Schule wünscht allen Interessierten, Unterstützern, Followern, usw. ein frohes Neues Jahr und viel Erfolg bei der Erfüllung der eigenen guten Vorsätze!
 

Autor: Kristin Stritzke

19. December 2014 | Social Web macht Schule wünscht allen eine gesegnete und besinnliche Weihnachtszeit!

Das Jahr nähert sich dem Ende und wir vom Team “Social Web macht Schule” verabschieden uns vom alten Jahr und freuen uns auf spannende Projekte und neue Herausforderungen in 2015.

Merry Christmas! Frohe Weihnachten! von KaMa Photography (CC BY 2.0)

 

Das Jahresende ist immer eine Zeit des Innehaltens, Revue-Passierens und vor allem eine Zeit der Dankbarkeit. 2014 sind wir im Projekt mit großen Schritten vorangegangen und konnten unser Wissen und unsere Erfahrungen im Bereich soziale Medien weitergeben und unseren Teil zu mehr Medienkompetenz und weniger (psychischer) Gewalt an Sächsischen Schulen beitragen. Seit 2011 existiert das Projekt Social Web macht Schule, aber eine derartige Reichweite wie im zweiten Halbjahr 2014 haben wir bisher noch nicht erreichen können. Darüber freuen wir uns aus dem Projektteam sehr!

Dieser Erfolg wäre jedoch nicht möglich gewesen ohne tatkräftige Unterstützung.


 
Ein besonderer Dank gilt unseren Sponsoren 2014, allen voran enviaM unserem Hauptsponsor, dem Energieversorger Marienberg, Aqua Marien und den Stadtwerken Olbernhau. Für seine besondere Unterstützung möchten wir dem Verein zur Entwicklung der Erzgebirgsregion Flöha- und Zschopautal e.V. danken, der uns engagiert bei der Schulakquise, Organisation, Pressearbeit und noch so vielem mehr unter die Arme gegriffen hat!


Doch ohne einen “Sponsor” gäbe es das Projekt nicht – die queo GmbH. 2011 hat sie dem Projekt Leben eingehaucht und bis zum heutigen Tag mit Geduld, Engagement und Leidenschaft für dessen Ziele und dessen Erfolg gekämpft. Ich möchte mich im Namen des Projekts bei allen Mitstreitern im Hause queo für die organisatorische, moralische und finanzielle Unterstützung bedanken.

Natürlich möchten wir uns auch bei allen Schulen, Lehrern und Eltern bedanken, die uns in den vergangenen 6 Monaten ihr Vertrauen geschenkt haben und dem Projekt “Social Web macht Schule” ihre Türen geöffnet haben. Wir danken an dieser Stelle der Marie-Curie-Oberschule Dohna, der Erich-Viehweg-Oberschule Frankenberg, der Heiner-Müller-Oberschule Eppendorf, der Heinrich-von-Trebra-Oberschule Marienberg, der Martin-Andersen-Nexö-Oberschule Zschopau, der Oberschule Pockau-Lengefeld, dem Marie-Curie-Gymnasium Dresden und der 36. Oberschule Dresden.

Allen Projektpartnern wünscht “Social Web macht Schule” eine besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins Neue Jahr!

Auf ein Wiedersehen in 2015!

Autor: Kristin Stritzke

16. December 2014 | Die Lehrer und das Internet

Der elektrische Reporter berichtet regelmäßig auf zdf über unsere schöne neue Netzwelt – manchmal apokalyptisch, manchmal kurios, ab und zu amüsant und von Zeit zu Zeit auch ein bisschen übertrieben.


Lehrer und Internet von BlinkenTV

In der Folge am 3.12.2014 zum Thema “Lehrer und Internet” wurden neben einigen Übertreibungen, auch interessante Gedanken geteilt;

Berichtet wird beispielsweise von Problemen in Computer-Räumen, die medien-, bzw. internetgestützte Bildungsversuche zu abenteuerlich-unüberwindbaren Herausforderungen werden lassen. Eine Erfahrung, die wir aus dem Projekt “Social Web macht Schule” leider oft bestätigen können.

Erwähnt wird auch das Problem fehlender Vorgaben für Lehrer was genau diese Medienkompetenz überhaupt beinhaltet und wie man neue Medien in den Unterricht integrieren soll. Wenn sich Lehrer für mehr Medienkompetenz einsetzen wollen; Wo fangen sie damit an?

Besonderen Zündstoff beinhaltet letztendlich die Aussage des Medienpädagogen Stefan Aufenangers, als er den Umgang der Lehrer mit den neuen Medien mit einem Waschmaschinenreparateur vergleicht – Fazit: “Ich denke genauso gehört es zur Professionalität des Lehrerberufs, sich mit den aktuellen Entwicklungen, vor allem in der Kinder- und Jugendkultur, auseinanderzusetzen” (vgl. Stefan Aufenanger 2014: Minute 3:40).

Der elektrische Reporter liefert immer wieder gute Denkanstöße, hübsch animierte Spots und interessante Neuigkeiten. Mitunter natürlich auch einige Utopien. Auch wenn sich der Wald bedanken würde – Papier und Stift waren und bleiben unerlässliche Unterrichtswerkzeuge.

 

 

Autor: Kristin Stritzke

5. December 2014 | Social Web macht Schule – hautnah

An einem sonnigen Tag im November staunte eine achte Klasse nicht schlecht als der Bürgermeister Pockau-Lengefelds, das Projektteam von Social Web macht Schule, die Koordinatorin aus dem Verein zur Entwicklung der Erzgebirgsregion Flöha- und Zschopautal e.V. und zwei Unterstützer des Projekts von enviaM in ihren Unterricht an der Oberschule Pockau-Lengefeld pilgerten.

Während die Trainerin mit den Schülerinnen über Datenschutz und Privatsphäre redete,  die Schülerinnen ein Datenschutz-Quiz ausfüllten und eine Diskussion zur Altersbeschränkung von Facebook & Co. entbrannte, lernten nicht nur die Jugendlichen viel Neues dazu, sondern auch eine muntere Truppe Erwachsener.

EnviaM ist der Hauptsponsor des Projekts “Social Web macht Schule” und hat maßgeblich zur Durchführung der Schüler-Workshops im Augustusburger Land beigetragen. An dieser Stelle ein großes Dankeschön im Namen der ca. 483 SchülerInnen, 160 Eltern und 240 LehrerInnen, die dank der Unterstützung von enviaM jetzt nicht nur die Altersbeschränkung von WhatsApp kennen, sondern gleichsam für die Problematik des Cyber-Mobbings und Cyber-Groomings sensibilisiert wurden.

 

Wir hoffen das der Artikel im Unternehmensblog, der nach der Hospitation unserer (Ehren-)Gäste entstanden ist, nicht der letzte sein wird!

 

P.S. Laut AGB ist WhatsApp ab 16 Jahren nutzbar.

 

Autor: Kristin Stritzke

30. October 2014 | Schlaglicht: Cyber-Mobbing

Cyber-Mobbing ist eine ernstzunehmende Gefahr, die die geistige und körperliche Gesundheit der Kinder beeinträchtigen und sie für ihr Leben prägen kann.

Opfer von Cyber-Mobbing

Laut einer Umfrage der Techniker Krankenkasse von 2011 waren 32% aller SchülerInnen bereits Opfer von Cyber-Mobbing. Bei eigenen Umfragen in einer siebten Klasse haben 20% der SchülerInnen zugegeben selbst schon einmal gemobbt zu haben.

Vor Kurzem haben wir die Umfrage wiederholt. Diesmal allerdings in einer sechsten Klasse. Von 38 SchülerInnen, haben dabei 11 angegeben selbst schon gemobbt worden zu sein, 7 haben selbst schon gemobbt und bei 17 befragten SchülerInnen worden Freunde bereits im Internet angegriffen.

Problematisch beim Cyber-Mobbing ist gerade die eine Eigenschaft, die wir an unseren Handys, Tablets und Laptops derart schätzen: örtliche und zeitliche Flexibilität und Freiheit. Das Smartphone ist immer mit dabei. Ob es nun darum geht Bilder aufzunehmen, Nachrichten abzurufen oder sich den Spielplan des nächstgelegenen Kinos anzuschauen; Das Handy ist der ideale Begleiter geworden. Das bedeutet leider auch, dass Anfeindungen, Beleidigungen und Hasstiraden nicht mehr “nur” auf dem Schulhof ausgetauscht werden und nicht mehr nur in der Pause. Überall wo wir unsere schlauen Geräte mit hinnehmen, nehmen wir unter Umständen auch die negativen Kommunikationen mit. Der Schutzraum “zu Hause”, in den sich SchülerInnen früher zurückziehen konnten, existiert nicht mehr. So hat man nicht nur sein Handy überall und immer mit dabei, sondern auch die Beschimpfungen, Witze oder peinlichen Bilder, die sich dann rasend schnell ausbreiten können.

Pro Juventute - Stopp Cyber-Mobbing Kampagne von Pro Juventute (CC BY 2.0)

Cyber-Mobbing ist für die Betroffenen eine große Belastung und deswegen freuen wir uns vom Team “Social Web macht Schule” über jeden Schüler-Workshop, jede Lehrerveranstaltung und jeden Elternabend, in dem wir diese virtuelle, aber dennoch sehr reale, Bedrohung ansprechen können, um damit einen Beitrag zu einem gewaltfreien und fairen Miteinander zu leisten!

In diesem Sinne bedanken wir uns bei der Heinrich-von-Trebra-Oberschule in Marienberg, allen Lehrern, Eltern und Schülern für Ihre Gastfreundschaft! Einen schönen Beitrag über das Projekt in Marienberg hat das Mittel-Erzgebirgs-Fernsehen vor Kurzem zur Verfügung gestellt (Wochenrückblick 24. Oktober 2014, ab Minute 15:30, online verfügbar unter: http://www.mef-line.de/mediathek.html). Auch der “Blick” hat berichtet.

Wir freuen uns auf eine spannende Woche an der Martin-Andersen-Nexö-Oberschule in Zschopau und der Oberschule Pockau-Lengefeld.

 

 

 

Autor: Kristin Stritzke

17. September 2014 | Von Frankenberg nach Eppendorf – Das Regionalmagazin ist mit dabei

Nach spannenden Erfahrungen mit Schülern, Lehrern und Eltern gibt es im Projekt Social Web macht Schule spannende Ergebnisse zu vermelden! Angefangen bei einem wirklich schönen Beitrag vom KabelJournal in seinem Regionalmagazin Flöha/Frankenberg/Hainichen.

Der Schülerworkshop in Eppendorf hat am letzten Donnerstag mit der Unterzeichnung der Anti-Cyber-Mobbing-Vereinbarung geendet. Dazu haben die SchülerInnen gemeinsam Regeln und Wünsche, die den Umgang miteinander betreffen, niedergeschrieben und diese unterschrieben. Wir hoffen, dass die Anti-Cyber-Mobbing-Vereinbarung einen schönen Platz im Klassenraum gefunden hat.

Anti-Cyber-Mobbing Vereinbarung der Klasse 8a

Auch die Einschätzungen der Klasse zum Workshop haben uns sehr erfreut. Neben „cool“, „gut“, „viel gelernt“, wurde auch eine Kritik angebracht; „Das es besser organisiert wird“.
Wir vom Projekt „Social Web macht Schule“ nehmen unsere Arbeit sehr ernst und geben unser Möglichstes, um einen reibungslosen Ablauf sicherzustellen. Leider bringt der Technikeinsatz immer auch einen Moment der Überraschung mit sich: Funktionieren die Rechner in den Computerkabinetten? Sind alle Portale (Facebook, Youtube, etc.) freigeschaltet? Verfügen die Rechner über die notwendigen Programme? Auch wenn wir uns im Vorfeld immer wieder mit den Schulen in Verbindung setzen, um mögliche technische Probleme frühzeitig zu erkennen, am Ende heißt es doch leider noch zu oft: Mensch vs. Maschine. Zu unserem Plan B, wird sich demnächst noch ein Plan C gesellen, damit unser Workshop am Ende alle Strapazen bra­vu­rös meistert – egal ob Linux, Microsoft, Office 2003 oder doch 1997, mit Flash-Playern, ohne Flash-Player, usw. usw.

Workshop-Auswertung
Autor: Kristin Stritzke

10. September 2014 | “Super” sagen Schüler, Lehrer und sogar die Schulleiterin der Oberschule Frankenberg

Anfang September fiel nach den Sommerferien der Startschuss für das TrainerInnen-Team des Projekts „Social Web macht Schule“. Die Erich-Viehweg-Oberschule in Frankenberg trat mit drei  7. Klassen und einem Elternabend an und die Heiner-Müller-Schule in Eppendorf mit zwei 8. Klassen und einer Lehrerweiterbildung.

Neben einer positiven Resonanz der regionalen Medien (u.a. der „Freien Presse“ und dem „Blick“), haben für uns vor allem die Reaktionen der SchülerInnen die Workshop-Tage zu einem echten Erfolgserlebnis gemacht. Das Feedback der SchülerInnen hat uns sehr gefreut!

 

Feedback der Teilnehmenden des Schüler-Workshop

 

Ob nun im Klassenraum oder im Computer-Kabinett – in Einzel-, Partner- und Gruppenarbeiten haben die SchülerInnen interessante Ergebnisse produziert und ihr Wissen im Bereich Datenschutz, Privatsphäre und Cyber-Mobbing vertiefen können. Wie man auf dem Plakat “Pro Social Web” sieht, sind die SchülerInnen mit Kreativität den Herausforderungen des Social Web begegnet. Neben den positiven Aspekten und den Risiken des Social Web, wurde hitzig über Facebook und WhatsApp diskutiert und vor allem das Thema Cyber-Mobbing ausführlich von allen Seiten, in allen Variationen und aus allen Blickwinkeln betrachtet – um sich letztendlich mit einer Anti-Cyber-Mobbing-Vereinbarung gegen Ausgrenzung, Beleidigungen und unfaires Verhalten auszusprechen.

 

Plakat “Pro Social Web”

 

Aber auch das TrainerInnen-Team lernt ständig dazu. Schließlich entwickelt sich das Thema Social Web kontinuierlich weiter und damit die  Gefahren, aber auch die Möglichkeiten der virtuellen Welt. Brandneu sind beispielsweise die vereinfachten und verbesserten Privatsphäre Einstellungsmöglichkeiten bei Facebook.  Leider wird uns bei dem Besuch in den Klassen auch mehr und mehr bewusst wie brisant das Thema Cyber-Mobbing für die SchülerInnen und deren Lebenswirklichkeit tatsächlich ist.

Ausgelernt hat also im Bereich Social Web noch keiner. Ein Grund mehr verstärkt diese aktuellen Themen den SchülerInnen nahezubringen – bevor etwas passiert!

Autor: Kristin Stritzke